Von Politik und Prüderie…

In meinem Leseverhalten lässt sich im Moment ein dezentes Muster erkennen…Lesestoff  Zugegeben, ich lese auch noch andere Bücher (aktuell zum Beispiel die „Rache trägt Prada“), aber bewusst oder unbewusst haben sie alle etwas mit den USA zu tun.

Um mein Fernweh/meine Vorfreude nochmal so richtig zu pushen, habe ich mir in der Bibliothek „Allein unter Doppel-Whoppern“ von Reymer Klüver mitgenommen. Vielleicht kennt ihr die Buchreihe des Ullstein Verlags, in der Deutsche von ihren Erfahrungen im Ausland berichten. Ich habe davon bereits „Quattro Stagioni“ (Italien) und „Fish and Fritz“ (England). Ersteres mochte ich ganz gern, letzteres leider gar nicht. Es kommt halt immer stark auf die Autoren an, ob sie und ihr Schreibstil einem sympathisch sind.

Umso gespannter war ich, ob Reymer Klüver mich überzeugen würde… Und das hat er, so viel sei schonmal verraten!

Klüver geht als Auslandskorrespondent der Süddeutschen Zeitung mit seiner Frau und seinen 3 Kindern (2 Mädchen, 10 und 8, und 1 Junge, 6) nach Bethesda bei Washington DC. In diesem Satz finden sich auch schon zwei Gründe, warum das Buch besonders für angehende Au Pairs interessant sein könnte: Denn erstens kommen sehr viele Au Pairs nach Washington oder in die Umgebung und zweitens schreibt Klüver natürlich auch immer mal über das Leben seiner Kinder, die Schule, Hobbies und die obligatorischen Sommercamps (denke nur ich dabei an die Addams Family??).

Klüver sucht sich pro Kapitel meist ein allgemeines Thema (zum Beispiel einen Feiertag, Religion, Geschichte, das Sozialsystem, Politik, Prüderie, Ernährung,…), nutzt als Aufhänger ein persönliches Erlebnis und untermauert seine Erfahrungen dann noch durch Anekdoten aus seiner Arbeit als Journalist und gerne auch Statistiken oder Umfrageergebnissen. Was mir an dem Buch so gefallen hat, ist Klüvers grundsätzlich positive Einstellung zu den Amerikanern und den USA. Zwar ist der Humor immer mal ironisch(was ich sehr mag), aber dabei nie zu bissig.  Das Buch ist außerdem superschnell und locker durchzulesen. Das führt mich allerdings auch zu einem kleinen Kritikpunkt beziehungsweise etwas, das ich schade fand: Es ist zu kurz. Bei knapp 300 Seiten können die Themen und vorallem kritischen Aspekte natürlich nur gestreift werden. So bekommt man zwar einige Denkanstöße, aber oft bleibt dann doch ein „Das ist halt so“ am Ende stehen.

Natürlich ist das Ziel des Buches in erster Linie Unterhaltung und die wird auf jeden Fall geboten. Mir hat das Lesen auf jeden Fall ein paar sommerliche Balkonstunden versüßt und außerdem meinen Wunsch verstärkt, sofort in den Flieger zu springen. Außerdem habe ich inzwischen entdeckt, dass Reymer Klüver noch ein zweites Buch über die USA veröffentlicht hat, nämlich „Amerikas letzte Chance: Warum sich die Weltmacht neu erfinden muss“ und das werde ich so bald wie möglich auch lesen und da wahrscheinlich auch mehr Tiefgang finden.

Bis bald, Franzie

 

 

 

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