Wenn ich bleibe…

Vor ungefähr einer Woche habe ich den Trailer zum Film „Wenn ich bleibe“ gesehen. War zu Tränen gerührt und hatte gleichzeitig den starken Drang, ganz tief in diese Geschichte einzutauchen. Einen Tag später lief ich in unsere Bücherei und kam mit dem Roman „Wenn ich bleibe“ von Gayle Forman zurück. Ich glaube manche Bücher wollen einfach von mir gelesen werden und so war es auch bei diesem. Und ich habe es keine Sekunde bereut!

Ein paar Sekunden können alles verändern. Ich erinnere mich noch genau an den Anruf, der mich von einer strahlenden Wolke 7 aussichtslosbesorgt ins Krankenhaus brachte. An den Morgen, an dem ich kribbelnd vor Vorfreude aufwachte und den Rest des Tages heulte. Und an das ängstlich erwartete Skypedate, das mindestens eine Woche für Dauereuphorie sorgte. Diese Momentveränderungen funktionieren also in beide Richtungen. In Mias Fall ist die Richtung klar. Sie sitzt mit ihrer Familie im Auto, ein freier Tag, auf dem Weg zu Freunden. Sie ist verliebt, talentiert, erfolgreich. Und dann sieht sie ihre Eltern auf der Straße liegen. Tot. Und sich selbst. Schwer verletzt. Im Koma.

Ich verrate damit nicht zu viel, denn das ist die Handlung des ersten Kapitels von „Wenn ich bleibe“ von Gayle Forman. Meine Ausgabe hat 271 Seiten, in denen ein ganzes Leben steckt. Mindestens. Eigentlich ist es ein kleines Universum. Mias Universum. Gefüllt mit ihrem Cello, ihren Eltern, ihrem kleinen Bruder, Adam, Kim, ihren Träumen, Zukunftsplänen und Kindheitserinnerungen.

Gleichzeitig geht es aber auch um allgemeinere Themen: Wie viel kann ein Mensch ertragen? In welcher Situation lohnt es sich weiterzuleben? Wann sollte man gehen? Wie finde ich die richtigen Antworten? Und wie geht es nach diesen lebensverändernden Momenten weiter? Was ändern sie in uns?

Ihr merkt schon, die Geschichte hat bei mir absolut einen Nerv getroffen. Ich war zwar oberflächlich gesehen niemals in Mias Situation und trotzdem konnte ich mich mit unheimlich vielen der Entscheidungen, die sie zu treffen hatte, der Gedanken, die sie sich machte, identifizieren. Ihre Geschichte hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, beides mitunter an unpassenden Stellen, beides hat sich aber richtig angefühlt.

Ich würde „Wenn ich bleibe“ immer wieder lesen, auch wenn ich Mias Entscheidung jetzt schon kenne. Denn das Buch ist weder fair, noch verständlich, noch versöhnlich. Aber es ist ein wunderbarer Mutmacher! Man kann sich nicht immer aussuchen, in welche Situationen man gerät. Aber man kann entscheiden, wie man damit umgeht.

Bis bald, Franzie

PS: Ich habe den Trailer gerade nochmal geschaut. Heule schon wieder. Ich hoffe, der Film wird auch nur annähernd so gut wie das Buch und der Trailer!

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