Fairytale – Feenerzählung

Eine Fee sitzt auf einer Wolke. Sie trägt ein silbrig schimmerndes, puffiges Kleid, aus ihrem Zauberstab rieselt Feenstaub. Sie – the Fairy Godmother – beginnt ihre Erzählung: „Once upon a time…“ und bei diesen Worten können wir uns zurücklehnen, denn wir wissen, dass sie nicht enden wird bevor sie zu einem „…and they lived happily ever after“ kommt. Einem würdigen Ende. Wir werden mitfiebern, wenn Kürbisse Gewächshäuser sprengen und Kutschen beinahe von Klippen stürzen, aber wir müssen uns nicht ernstlich fürchten. Everything happens for a reason. Natürlich wird es nicht immer leicht sein. Glassplitter werden nicht nur vom Gewächshaus kommen und noch nichtmal Feen können tote Eltern zurückbringen.

Aber am Ende wird es das wert sein. Am Ende braucht es doch nur „courage, kindness and a little bit of magic“ zum Glück. Und dieses Glück ist kein Zauber sondern Ehrlichkeit. Aufgeben zu kämpfen und die Dinge nehmen, die kommen, um aus ihnen das Beste zu machen. Und dafür braucht es weder Kürbiskutschen, Mäusepferde, Eidechsenpagen noch Glitzerkleider oder schmetterlingsbesetzte Glasschuhe. Es reicht das Lieblingskleid mit ausgelatschten Ballerinas. Dazu die drei mehr oder weniger magischen, oben genannten Zutaten und dem Happy End steht nichts mehr im Wege. Der Prinz liebt dich, die Stiefmütter und –schwestern verlassen das Königreich, die Welt steht dir offen, liegt dir zu Füßen. Du, die nie Glück hatte, aber auch die Hoffnung nie aufgegeben hat, bist die Heldin deiner eigenen Geschichte. Die Prinzessin.

Natürlich weiß ich, dass das Leben nicht so funktioniert. Dass es zum ever after hinter dem happily nicht kommt. Das Leben bleibt nicht stehen. Aber sind Märchen deshalb aus der Luft gegriffen und erlogen? Nein. Denn auch wenn man es nicht bis zum Happy End schafft, heißt das noch lange nicht, dass man es nicht zum Ball darf. Auch wer gerade in der Asche sitzt, kann schon bald das Glitzerkleid tragen. Alles was es dafür braucht… die drei magischen Zutaten eben. Und wenn die Magie noch etwas auf sich warten lässt, muss man ihr eben ein bisschen auf die Sprünge helfen. Kürbisse werden nun einmal nicht von selbst zu Kutschen. Man muss an sie glauben. Man darf die Welt, sich selbst, das eigene Leben „nicht sehen wie es ist. Sondern wie es sein könnte.“ Und dann zielstrebig darauf zumarschieren. Ob in Glasschuhen oder ausgelatschten Ballerinas. Ob magisch verklärt oder schonungslos ehrlich. Aber immer mit Courage und Kindness.

Ein paar Gedanken, die mir nach „Cinderella“ im Kopf herumschwirrten. Ab sofort definitv in meinem Herzen als einer meiner Lieblingsfilme. Einer, der mich aufbaut, motiviert, inspiriert, der mir Spaß macht und mir Entspannung und Energie gleichermaßen gibt. Der gerade das „little bit of magic“ ist, das manchmal noch fehlt zum Happy (End).

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