4th of July, Roadtrip and Summer Vacation – die erste Woche back in the US

Seit etwas mehr als zwei Wochen bin ich jetzt zurück in den USA. Zwei Wochen, in denen schon wieder unglaublich viel passiert ist, die aber auch kaum ohne einen Moment zum Durchatmen, geschweige denn Nachdenken vorbeigerast sind. Beim Durchblättern meines Kalenders habe ich festgestellt, dass fast kein Tag ohne ein mehr oder weniger besonderes Ereignis verstrichen ist, also kommt jetzt hier ein kleiner Rückblick:

Freitag, 3. Juli: Der Tag begann für mich dank Jetlag schon so um 4 Uhr morgens mit einer Scrapbook und Blog Session, bei der ich noch ziemlich vom Heimweh geplagt war. Sobald ich aber „meine“ Kinder wieder sah, war das verflogen. „I missed you!“ „I love you!“, hugs, kisses und das beste war – wie mein Hostdad so treffend sagte – „endlich bekommst du mal wieder von jemandem die Haare gemacht, der weiß, wie das geht!“ Hier das Ergebnis:

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Am Nachmittag hatte ich dann ein absolutes Déja-Vu. Wie auch an meinen ersten Tagen in meiner Gastfamilie war die Oma meiner Kinder aus England zu Besuch und wie an meinem ersten Tag fuhren wir an einen See, an dem ich seitdem nicht mehr war. Die Oma erinnerte sich auch noch daran und meinte: „Ich weiß noch genau, wie du damals im Wasser standest und ganz verloren wirktest, während die Kinder um dich rumschwirrten.“ Das weiß ich auch noch. Damals fühlte ich mich allerdings nicht verloren sondern einfach nur erleichtert. Dass ich mich mit meinen Gasteltern so gut verstand. Dass die Kinder so süß und aufgeregt waren. Dass ich mich schon „wie zuhause“ fühlte. Im Nachhinein gesehen war ich natürlich wirklich noch total unsicher, unorientiert, verhoneymoont. Verloren, aber glücklich.

Sommerglück

Samstag, 4. Juli: Erstmal die größte Enttäuschung vorweg – ich hab an diesem Tag kein einziges Foto gemacht. Das bereue ich im Nachhinein etwas, aber ich habe viel Zeit mit meiner Gastfamilie im Wald verbracht und hatte mein Handy nicht dabei… Und als wir uns später das Feuerwerk anschauten, dachte ich, es würde nur ganz kurz gehen und hatte Angst, es zu verpassen, wenn ich mein Handy holen würde… Ihr müsst also auf meine Worte vertrauen. :D

Das Highlight des Tages – S’mores! Das ist eine wunderbare Zusammensetzung aus Graham Crackern, Hershey’s Schokolade (wir hatten Rittersport) und schmelzenden Marshmallows. Die müssen natürlich über einem Feuer geröstet werden und dazu brauchten wir ein Lagerfeuer. Leider hatten weder meine Hostmum noch ich einen Plan, wie man ein solches macht also musste der beste Freund Youtube her. Wir haben uns da ganz professionelle Videos angeschaut und dann ging es mit Holz, Zeitung, Essen zum Stöcke sammeln in den Wald auf dem Weg zu einer kleinen Feuerstelle. Das Feuer war leider nicht so professionell wie in den Videos, allerdings hat es gereicht, um suuuper leckere S’mores zu machen. Nachmittags ging meine Gastfamilie dann zu einem kleinen Fest im Ort, ich war so gejetlagged, dass ich stattdessen einen Nap machte. Zum Abendessen haben wir ganz typisch gegrillt und auf der Veranda gegessen. Später gab es dann noch Feuerwerk, dass wir ebenfalls von der Veranda sehen konnten und das echt super war!

Der Tag war also echt schön, aber nicht so spektakulär wie ich mir diesen riiesen Feiertag vorgestellt habe. Vielleicht lag das aber auch an meiner Müdigkeit…

Sonntag, 5. Juli: Roadtrip Time! Mit Ayla fuhr ich nach Providence, in die Hauptstadt von Rhode Island, wo wir uns das State Capitol, Downtown, das RISD Museum und die Brown University anschauten und Burger aßen. Als wir zurück kamen, ging es dann noch bei meiner Familie in den Whirlpool. Ein wunderschöner Sonntag!

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Montag, 6. Juli: Der erste Tag Dance Camp für meine Große, mit den Zwillingen habe ich in dieser Woche morgens immer Schul- und Musikübungen gemacht, das werde ich jetzt nicht für jeden Tag wiederholen. :D

Mittags ging es mit den Kindern wieder am See. Ich hab da unter anderem mit meinem Kleinen Federball gespielt (da sind wir beide etwa gleich schlecht, nur das er coolere Moves drauf hat, wenn er versucht, den Ball zu erwischen!) und es kam ein Mann auf mich zu, der meinte: „Is your name Patience or are you just the mother of the year?“ Er hat ganz schön blöd geguckt, als ich ihm gesagt habe, dass ich nicht die Mama der Kids bin…

Abends war ich dann mit Lisa das erste Mal bei Moe’s, das ist so eine mexikanische Fastfoodkette. Eigentlich wie Chipotle, allerdings bekommt man zu einem Burrito noch Nachos mit Queso (also so geschmolzenem Käse) und die sind sooo lecker!! Das war natürlich nicht genug, also ging es danach noch zu einer der besten Eisdielen hier, die ist auf dem Campus der UConn und gehört zu einer Farm, davon hab ich glaube ich schonmal erzählt. Warum das ein besonderes Ereignis war? Erstens ist das Eis einfach unglaublich lecker. Zweitens saßen wir zwar auf einer Wiese, aber trotzdem noch mitten auf dem städtischen Campus – und haben ein Stinktier sowie mehrere Hasen gesehen! Leider war es zu dunkel, um Bilder zu machen…

Dienstag, 7. Juli: Der Tag war relativ normal, ich war mit den Zwillingen morgens auf so einem Skateplatz, wo wir rumgerannt sind und Ball gespielt haben. Hat zwar super Spaß gemacht, aber wir waren danach auch alle ziemlich kaputt. :D

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Ich liebe es mit den Kindern draußen zu sein und einfach solche Kleinigkeiten zu entdecken!

Mittags haben dann alle drei Monopoly für sich entdeckt und wir haben knapp drei Stunden gespielt. :D

Mittwoch, 8. Juli: Das war ein Playdatetag. Die Große haben wir bei einer Freundin zur Poolparty abgesetzt und dann ging es für mich und die Zwillinge weiter zu Lisa, deren Hostkids vierjährige Zwillingsmädels sind. Die haben einen Pool, Hühner (die alle die Namen von Disney Prinzessinnen haben), einen Spielplatz und einen riesen Snackschrank – Fazit meines Kleinen: „They have the best house ever!!“ Nur die Hühner kamen nicht so gut an, Arielle hat nämlich beiden auf die Zehen gepickt, die daraufhin natürlich fast amputiert werden mussten…

Abends ging es dann noch mit meiner Hostmum und ihrer Mama essen, wir brauchten eine Weile, bis wir ein offenes Restaurant gefunden haben, waren dann aber in einem Grill, bei dem ich Truffle Mac and Cheese hatte. Richtig lecker!!

Donnerstag, 9. Juli: Nachmittags sind wir alle mit den Kids in die Mall gefahren und waren ein bisschen bei Anthropologie. Auch das war ein absolutes Déja-Vu, das habe ich nämlich ebenfalls in meiner ersten Woche letztes Jahr schon gemacht. Diesmal waren die Kids super motiviert, mich zum Geld ausgeben zu verführen, sie haben mir nämlich immer wunderschöne Kleider gezeigt. Da blieb ich noch standhaft, bei Brighton musste dann aber schon in Vorbereitung auf das Wochenende ein Illinois Charm mit:

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Abends habe ich mich dann mit Sophia getroffen, wir waren erst bei Panera und dann noch bei Ben and Jerry’s Eis essen. Bikinifigur juchee…

Freitag, 10. Juli: Der Tag war ziemlich normal, ich war mit den Kindern in der Bücherei, habe abends babygesittet und gepackt und bin dann früh ins Bett gegangen, denn am Samstag ging es nach Chicago!

Da der Post schon endlos ist, mache ich jetzt hier mal Schluss, die zweite Woche kommt dann hoffentlich bald. Bis dann, Franzi

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