1 Jahr – 5 Lieblingsstädte in den USA

Diese Woche – genauer gesagt am Dienstag – bin ich seit einem Jahr in den USA, am Freitag ist es ein Jahr in meiner Gastfamilie. Unglaublich, dass 365 Tage vergangen sind, seit ich in Tränen aufgelöst vor meinem zu schweren Koffer stand, durch die Flughäfen in Frankfurt und London gehetzt bin, das erste Mal in New York war. In diesem Jahr ist unheimlich viel Blödes, Anstrengendes, Trauriges passiert, aber auch umso mehr Wunderbares, Atemberaubendes, Einzigartiges. Ich habe ganz viel Neues erlebt, drei kleine und zwei große Menschen wurden zu meiner zweiten Familie, andere aus aller Welt habe ich ins Herz geschlossen. Ich wurde zum Packprofi, Reisesuchti und Träumeverwirklicher. Ich habe meine Meinung und Prioritäten zu ganz viel verändert, gelernt, wer ich bin, wer ich nicht bin, wer ich gerne wäre. Ich habe erkannt, dass ich hier glücklich bin und (trotz ganz viel Vermissen) diesen Wahnsinn noch weitere 9 Monate leben will.

Aber jetzt Mal zum Thema:

Zur Feier dieses ersten Jahres habe ich mir fünf Top 5 Listen zu verschiedenen Themen über mein Au Pair Jahr überlegt, von denen ich jeden Tag eine mit euch teilen werde. Viel Spaß und auf die nächsten 9 Monate, die hoffentlich mit genauso vielen Reisen, Abenteuern und Glücksmomenten gefüllt werden.

Meine 5 Lieblingsstädte in den USA

1. New York City: New York, die Stadt von Gossip Girl und Sex and the City, das Zuhause des Times Squares, der Brooklyn Bridge und der Freiheitsstatue. Eine Stadt, die nicht amerikanisch ist, die es aber so wohl nur in Amerika existieren kann. Gewaltig. Beeindruckend. Lebending. Rasend. Wach. Verändernd. Frei. Vielfältig. Alles. Ich erinnere mich noch genau an den Samstagmorgen im Oktober als ich zum ersten Mal nach den Orientations wieder nach NY fuhr. Mit einer Freundin saß ich im Megabus, während wir durch die noch ziemlich leeren Straßen fuhren und sie sagte: „New York ist einfach genau so, wie man es in Filmen sieht, wie man es sich vorstellt.“ Und sie hat Recht. Aber eines kann einem kein Film geben, kein Foto, keine Vorstellung: Die Energie, die New York in mir weckt, die Aufregung und Inspiration, in dieser wundervollen Stadt zu sein, ein Teil von ihr zu werden.

Immer in Bewegung, New York.Geflasht von New York!Bryant Park, New York.Die hatte es drauf!Brooklyn Bridge und SkylineWir beide

2. Washington DC: Bei meinem ersten Besuch empfand ich DC als das Gegenteil von New York. In NY ist die ganze Stadt eine riesige Sehenswürdigkeit, jedes Haus, jeder Mensch scheinen zum einzigartigen Flair beizutragen. In DC gibt es die National Mall, welche das Kapitol, das Weiße Haus, das Monument, die Smithsonian Museen und die Memorials verbindet. All die Gründe, weshalb Touristen nach DC kommen, komprimiert auf einem Haufen. Im Laufe meines ersten und während meines zweiten Besuchs, lernte ich aber noch einiges mehr an DC lieben:

  • Am Puls der Ereignisse: Natürlich, die Regierung hat ihren Sitz in DC, dazu alle denkbaren Organisationen, ob politisch, wirtschaftlich oder kulturell, Medien, Firmen. In DC werden Entscheidungen getroffen, hier scheint man ganz nah dran am Welt- oder zumindest USA-Geschehen.
  • Abseits der Mall: Ob Downtown, Chinatown oder Georgetown – DC hat noch viel mehr zu bieten als nur die National Mall. Und meiner Erfahrung nach sind das vor allem Nachbarschaften mit ganz verschiedenen Flairs und guuutes Essen.
  • Lebensqualität: Weltklassemuseen – kostenlos. Konzerte und andere Events zu Feiertagen – kostenlos. Besagtes, am Geschehen sein. All das ist DC. Es ist immer was los, es scheint das amerikanischste vom Amerikanischen zu sein.

Washington DC

DC at NightWashington MonumentGemütlichkeit in GeorgetownMama White HouseNatural History Museum nur von außen...

3. Chicago: Dahin ging ja mein letzter Trip und ich bin grundsätzlich von den Orten begeistert, an denen ich zuletzt war. All die Eindrücke, Erinnerungen, Inspirationen sind noch frisch, man fühlt sich der Stadt noch ganz nah. Meine Erinnerungen an Chicago: In einer der Glasboxen auf der Aussichtsplattform des Willis Towers zu stehen, die Stadt zu meinen Füßen. Mich in der Bean zu spiegeln. Die Kunstfülle im Art Institute. Die Essensfülle bei Taste of Chicago. Die Eindrucksfülle angesichts der Architektur so ziemlich jeden Gebäudes. Und natürlich Lunch auf dem Hancock Tower mit einer absolut unfassbaren Aussicht und Atmosphäre. Chicago ist für mich die ultimative Großstadt. Groß. Hoch. Auch klotzig. Beeindruckend. Atemberaubend. Und dazu noch wunderschön. Was will man mehr?

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4. Savannah: Die bisher genannten Städte sind wohl relativ typisch. Sie gehören zu den größten und bekanntesten Städten der USA, stehen wohl auf den Bucketlists der meisten Reisenden. Und dann kommt Savannah, diese verhältnismäßig kleine Südstaatenstadt in Georgia, ohne Weltruhm, ohne allzu nennenswerte Attraktionen. Aber: Es ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Eine Stadt, in der ich mir vorstellen könnte zu leben. Eine Stadt, in der ich mich einerseits wie in Italien fühle, in der alles etwas langsamer, etwas genußvoller zugeht, in der man draußen lebt, ob am Fluss, auf den Squares oder in einem Park. Eine Stadt, die gleichzeitig aber auch uramerikanisch, voll von Geschichte und Patriotismus ist. Eine alte Stadt, was ihre Gebäude und Vergangenheit angeht. Eine junge Stadt, durch ihre vielfältigen Bewohner und des College of Art and Design, das überall präsent scheint. Eine grüne Stadt voller Parks, Alleen und spanischen Moos. Einfach eine ganz besondere Stadt, die es durch Lebensgefühl geschafft hat, mich zu begeistern und mir mein Leben in ihr auszumalen.

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5. Seattle: Hier handelt es sich um einen klaren Fall von Liebe auf den zweiten Blick. Ich wusste, ich würde Seattle sehen, da ich mit meiner Gastfamilie einige Zeit in der Nähe verbringen würde. Und hatte keine Ahnung, was mich dort erwarten würde. Weder Space Needle noch Public Market sagten mir bei meinem ersten Besuch etwas, auch, dass hier der erste Starbucks eröffnete oder es ein Riesenrad gibt, war mir unbekannt. Ich hatte nichts gegen Seattle, wollte aber auch nicht wirklich hin. Bis zu meinem ersten Besuch. Was mich zuerst an der Stadt begeisterte? Ihre Lage! Blicke vom Queen Anne Park oder dem Columbia Tower mit Skyline, Bergen und Meer sind einfach wunderschön und unvergleichlich. Was mich dann bei meinem zweiten Besuch vollends überzeugte? Der Lifestyle. Ganz anders als an der Ostküste, moderner, umweltbewusster, entspannter aber auch alternativer, verrückter, individueller. Die Gumwall, die verrückten Läden im Pike Place Market, ein verstecktes Impro Theater. All das ist auch Seattle und gibt der Stadt einen ganz eigenen Charakter.

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Bis zur nächsten Top 5 Liste morgen, Franzi

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