Au Pair Fairy, Chaosabend, Ausmisten,…

Hier kommt die zweite Woche nach meinem Deutschlandurlaub. Die begann für mich erst am Dienstag, da ich bis Montagnacht noch in Chicago war – dazu bald ein Extrapost.

Dienstag, 14. Juli: Da mein Flug am Abend vorher Verspätung hatte, hatte ich dementsprechend wenig Schlaf und war so mittelmotiviert für den Tag. Ich machte vormittags mit den Kids ihre Musik- und Schulsachen, wir waren draußen, pflückten im Garten tonnenweise Himbeeren und nachmittags fuhren wir noch alle mit meiner Hostmum in die Mall, da sie einen neuen Computer brauchte. Natürlich wollten die Kinder bei sämtlichen Spielzeugläden „gucken“ und ich machte dann von allen potentiellen Weihnachtswünschen (die sie schon lange wieder vergessen haben…) Fotos. Zum Abschluss gingen wir noch bei California Pizza Kitchen essen, was seehr lecker war!

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Mittwoch, 15. Juli: Wenn ich so auf meine Notizen schaue, wirkt es nie so, als hätte ich viel gemacht, aber wenn man etwa zehn Stunden am Tag mit drei Kindern verbringt, ist einfach immer viel los, auch wenn man nichts wirklich „macht“. Unser einziges großes Ereignis an dem Tag, war zum Spielplatz zu laufen und auf dem Rückweg Milch zu besorgen. Die Mädels spielten die ganze Zeit über Fee, sie waren Annie’s Lace und Bluebell, ich war Daisy, the Au Pair Fairy. Meine Aufgabe war, sie unsichtbar zu zaubern, sodass Menschen sie nicht sehen würden, und von ihnen Treats zu bekommen (Gras und kleine Steine). Was man halt als Au Pair so macht…

Abends habe ich mich dann mit einem neuen Au Pair getroffen, die jetzt bei mir in der Nähe wohnt. Ich habe glaube ich ganz oft gesagt „in meinem ersten Jahr…“, da dieses ja jetzt sozusagen schon vorbei ist, und kam mir dabei unendlich merkwürdig und alt vor…

Donnerstag, 16. Juni: Die Große hatte an diesem Morgen eine Freundin zum Spielen da (die war dann auch eine Fairy ;)). Wir fuhren also zum Lieblingsspielplatz der Kinder, hatten da ein Picknick und sie spielten glücklich in ihrer Kindersommerferienwelt. Nach etwa einer Stunde mussten wir schon wieder los, da ihre Freundin abgeholt wurde. Mittags haben wir dann mal wieder unendlich viele Beeren gepflückt (wir kommen da kaum mit dem Essen hinterher) und außerdem Schränke mit Mal- und Stickerbüchern der Kinder aussortiert. Das hat einerseits echt Spaß gemacht, da die Kinder immer wieder vergessene Schätze entdeckt haben und so etwa jeder zweite Satz mit: „I haven’t seen that for a long time…“ begann. Andererseits war es auch echt anstrengend, da ich ja ausmisten wollte und dann über jedes alte, zerfledderte und vollgekritzelte Malbuch mit den dreien diskutieren musste. „But I really love it!!“ Ja, ja… Jetzt ist dieser Bereich aber echt schön sortiert, mal schauen, wie lange das so bleibt…

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Abends habe ich mich mit Lisa getroffen und der Abend war einfach das pure Chaos! Wir wollten eigentlich zu einem kostenlosen Open Air Konzert. Auf dem Weg dahin, habe ich mich erstmal verfahren, da ich die falsche Adresse hatte und als ich endlich ankam, saß Lisa da umgeben von Rentnern und eine „italienische“ Band spielte ganz unschöne, viel zu laute Musik. Nach etwa fünf Minuten entschlossen wir uns also die Flucht zu ergreifen und ins Kino zu gehen. Das Kino war etwa fünf Minuten Fahrt entfernt, dank einer Baustelle waren wir etwa zwanzig unterwegs… Vor dem Film wollten wir noch unsere Picknicksachen essen, allerdings gab es nirgendwo eine Bank oder ähnliches, weshalb wir einfach ein paar Mal das Kino umrundeten. Der Film, „Trainwreck“, war dann echt super lustig und wurde nur etwas von einer Frau gestört, die unendlich laut lachte und Kommentare mit dem ganzen Saal teilte. Als wir rausgingen, sahen wir sie. Auf ihrem T-Shirt stand: „I can’t keep calm, I am…“ Was sie war, wurde leider von Speckfalten verdeckt, aber sie machte dem auf jeden Fall alle Ehre… Nach dem Film ging das Chaos auch gleich weiter. Wir wollten Eis. Erster Stopp, Sonic, wo das Eis donnerstags nur die Hälfte kostet. Da hatte allerdings nur noch der Drive-Thru geöffnet und die Schlange war so lang, dass wir uns für FroYo bei Sweet Frog entschieden. Nur dass der leider geschlossen hatte. Unsere letzte Chance war dann Friendly’s , wo wir erstmal fünfzehn Minuten auf den einzigen Angestellten, der wohl die Kasse bedienen kann, warten mussten und dabei einer anderen Bedienung zuschauten, wie sie Eisbecher für die gesamte Belegschaft machte (nur unsere Bestellung konnte sie natürlich nicht schonmal aufnehmen…) Irgendwann hatten wir dann aber endlich unser Eis. Ende gut, alles gut.

Freitag, 17. Juli: Nach Schularbeit für die Kinder und Ausmisten für mich während dem Rest der Woche, sollte Freitag was Schönes auf dem Programm stehen, nämlich ein Besuch bei Chrissi und ihren Gastkindern in Fairfield. Das war das letzte Mal, dass ich sie für die nächste Zeit gesehen habe, ihr Jahr ist nämlich schon so gut wie um, was meines ja auch wäre… Wir waren mit den Kindern auf dem Spielplatz und später noch Frozen Yogurt essen. Die Kinder haben sich dieses Mal noch besser verstanden als sonst immer und so hatten wir alle richtig Spaß. Die Rückfahrt hat sich dann leider echt gezogen und Zuhause gab es nur noch ein schnelles Dinner und dann ab ins Bett. Die Nacht war leider nicht so ruhig, meine Kleine weckte mich irgendwann, da sie so Husten hatte und nicht schlafen konnte, als sie dann beruhigt war und wieder friedlich geschlafen hat, lag ich noch etwa zwei Stunden mit Magenschmerzen wach – na toll!

Samstag, 18. Juli: Morgens gab es einen Packmarathon, für die nächsten drei Wochen leben wir nämlich aus dem Koffer. Die Kinder waren für ihre Spielsachen verantwortlich, ich für Klamotten, Schul- und Musiksachen, Schwimmzeug, Schuhe, Medikamente, und so weiter… Mittags hatte meine Hostmum einen wichtigen Anruf, weshalb ich mit den Kindern in die Bücherei gefahren bin. Der Plan war danach auf einem Spielplatz Mittag zu essen und da noch etwas zu spielen (die Bücherei schließt im Sommer nämlich samstags um 13:00, der Anruf war um 13:15). Gerade als wir die Bücherei verließen fing es an zu schütten. Playground, ade! Nach einer Weile Beratung mit den Kids, fuhr ich mit ihnen nach Manchester, da gibt es nämlich einen Spielplatz in der Mall. Der war dank des Wetters und Wochenendes auch super voll und alle Kinder wirkten ziemlich außer Kontrolle, beziehungsweise am Rande des Wahnsinns… Aber solange sie Spaß haben… Den Rest des Tages habe ich dann noch geskypt, einen Flug gebucht und noch einen anderen Trip geplant und mich einfach etwas entspannt.

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Spielplatz des Wahnsinns.

Sonntag, 19. Juli: Der letzte Tag für diesen Post. :D Das war der Wechseltag meiner Gasteltern, wir holten mittags meinen Hostdad am Flughafen ab und er brachte meine Hostmum abends wieder dahin, da sie für die nächste Woche in Europa ist. Ich habe mit den Kindern noch viel aufgeräumt, da wir ja die nächsten drei Wochen unterwegs sind und meine eigenen Sachen gepackt, sodass am Montag alles bereit war für… Das erfahrt ihr dann in einem der nächsten Posts. :D

Bis bald, Franzi

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