Dreizehnmonatsfazit

Über ein Jahr ist jetzt schon rum und nach zwölfmal den gleichen Kategorien am Ende eines Monats, dachte ich mir, es ist Zeit für etwas Veränderung und deshalb kommen hier die Kategorien für die nächsten/letzten neun Monate meines Au Pair Lebens…

Mit meiner Gastfamilie: … war ich in Chautauqua, NY (dazu in meinem Update etwas mehr)

… bin ich gaaanz viel geschwommen (bzw. den Kindern). Ob Meer, See, Fluss oder Pool – wir haben es alles durch.

… habe ich einiges an Kultur genossen (Konzerte, Ballett, Oper, Bibliotheken)

… habe ich das Ende der Sommerferien (mit Playdates, Wohnzimmerschlössern, Cookies, Beerenpflücken, Spielplätzen) sowie den Schulanfang (mit ganz viel Aufregung bei den Kids und ganz viel Freizeit bei mir) zelebriert.

… habe ich viiiele Stunden im Auto verbracht (10 Stunden von Chautauqua nach Connecticut und 15 Stunden von Connecticut nach South Carolina)

… hatte ich mal wieder eine Hotel Night in Virginia, was nicht nur für die Kinder aufregend ist.

… habe ich eine neue und ziemlich volle Routine zwischen Schule, Ballett, Tap, Musik, Hausaufgaben und natürlich Essen und Playtime entwickelt (wir arbeiten noch dran…)

Mit Freunden:  … ich habe Lu in Vermont besucht und sie seit April das erste Mal wiedergesehen

… ich habe ganz viel Zeit mit Lisa (mit und ohne ihre Gastkinder) in Connecticut verbracht.

… ich war mit den Mädels bei Six Flags und im Drive In Kino.

…ich habe Lu auch in Spartanburg wiedergesehen und wir waren unter anderem bei einem Outdoor Konzert in Greenville, SC.

… ich habe endlich ein anderes Au Pair in SC kennengelernt.

… ich habe seit über einem Jahr mit den drei wundervollsten Freundinnen gleichzeitig geskypt!

Allein: … hatte ich auch ein ganz gutes Kulturprogramm (Theater, Jacob’s Pillow, Lesungen in Chautauqua)

… war ich für einen Abend bei den Niagarafällen – und positiv überwältigt.

… war ich in New Orleans – und habe mich nicht nur in die Stadt sondern vorallem die Menschen dort verliebt.

… hab ich mich beim Gym angemeldet – und es bis jetzt noch nicht bereut (ist auch erst eine Woche her)

Stimmung: Beeindruckt. Überwältigt. Überfordert. Wie ihr in den vorherigen Kategorien schon seht, war mal wieder viel los. Viele tolle Momente, tolle Orte, tolle Menschen. Viele Fotos, die ich gerne zum Leben erwecken und noch einmal durchleben würde. Aber sie sind vorbei. Vorbeigeflogen im Strudel der Ereignisse und bei einigen von ihnen habe ich das Gefühl, sie gar nicht wirklich wahrgenommen zu haben. Vielleicht war ich müde, weil ich den Tag davor schon so viel unterwegs war. Oder in Gedanken schon beim nächsten Tag, dem nächsten Highlight.

Der August war ein wunderschöner Monat, aber er hätte definitiv länger sein müssen! Ich hätte da noch ein paar leere Tage gebraucht, um mal die Notbremse zu ziehen, zu schlafen, zu rekapitulieren, zu würdigen. Ich habe gerade das Gefühl, mich nicht mehr an den vergangenen Tag, die vergangene Woche zu erinnern, weil so viel durcheinander hüpft. Wenn man mich fragt: Was gibt es Neues? Ist meine Antwort meist: Nichts so wirklich. Und dann sitze ich zuhause, schaue in meinen Kalender und sehe all das Neue auf dem Papier, aber nicht in meinem Kopf. Die gute Neuigkeit: Dieses Wochenende werde ich zwei Tage lang ausschlafen, es langsam angehen lassen und rekapitulieren – muss auch mal sein!

Monat in Bildern:

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Amphitheater

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Niagara Falls

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Vermont Store

Beautiful Vermont

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Downtown Middlebury

Happiest Place

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Jacobs Pillow

Six Flags

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Hotel

Love where you live

Pooldays

Schnappi

Neu entdeckt/erstes Mal:

  • In Chautauqua
  • Eine Oper live gesehen
  • Im Theater geweint
  • Bei den Niagarafällen
  • In Vermont
  • Eine richtige Fußgängerzone in den USA gefunden (Burlington, VT)
  • Von modernem Ballett begeistert gewesen
  • Zu Six Flags
  • Candy Cookies gebacken
  • „The Croods“ gesehen (so ein süßer Film!)
  • „Vacation“ gesehen (nicht so süß, aber witzig)
  • Alle drei Kids ganztags in der Schule
  • Im Waffle House gegessen
  • In New Orleans
  • Beignets gegessen (ein Muss in NOLA, so lecker!!)
  • Ein Au Pair in meiner Stadt in SC kennengelernt
  • In Greenville
  • Im Fitnessstudio
  • Personal Training gehabt (ich war tot!!)

Vor einem Jahr: August 2014 war der erste komplette Monat in den USA. Ich war super aufgeregt, begeistert, euphorisch.  Alles war groß, neu, schön. Ich schien keine Verpflichtungen mehr zu haben nach monatelangem Lernen, sondern endlich frei zu sein. Ich war absolut verliebt in meine Kids und meine Gastfamilie (bin ich immer noch, nur nicht mehr ganz so rosarot). Ich machte allerdings auch viel, dass ich mir bis dahin nie zugetraut hätte. Ich war noch etwas einsam, alles war fremd, ungewohnt. Ich strotzte nur so vor Energie. Etwa alles, das ich machte, sah, probierte hätte in die Kategorie „Erstes Mal“ gepasst.

Wenn ich mich daran zurückerinnere und mein erstes Monatsfazit lesen, fühle ich mich etwa wie 100. Alles ist inzwischen so viel vertrauter, nicht mehr so unendlich aufregend, aber auch nicht mehr so unendlich fremd. Und noch immer gibt es so viel zu tun, so viel zu entdecken, so viel zu erleben. Diese Euphorie und diesen Tatendrang habe ich zum Glück in den letzten 12 Monaten immer nur ganz kurz verloren.  Und sie kamen immer wieder zurück.

Blick in die Zukunft: Als mein Hostdad mich letzte Woche fragte, was denn mein nächster großer Trip sei, musste ich ihm eine erschreckende Antwort geben: ich weiß es nicht. Tatsächlich scheint mit dem Ende des Sommers auch ein vorläufiges Ende der sich überschlagenden Ereignisse einherzugehen. Aber ein paar Pläne habe ich natürlich trotzdem.

Im September will ich

… die letzten Sommertage in SC genießen.

… die ersten Herbsttage in CT genießen.

… so viel Zeit wie möglich mit Lu verbringen, bevor sie nach London geht.

… sämtliche Pumpkin Spice Süßigkeiten der USA ausprobieren.

… mindestens einen Tag in NYC verbringen. Die Stadt fehlt mir!

… meinen online Collegekurs anfangen, für den ich mich schon angemeldet habe. Am 21. geht es mit American Studies los.

… den Flug nach Seattle allein mit meinen beiden kleinen Gastkindern (5) erfolgreich überleben.

… alle meine Freunde in Connecticut in zwei kurzen Wochen sehen.

… weiter ins Gym gehen.

… meine Schulfreizeit genießen, aber auch sinnvoll nutzen.

… mehr im Moment leben.

… nicht zu viel planen/organisieren.

In 30 Tagen seht ihr, wie und ob das alles geklappt hat.

Bis dann, Franzi

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