Danke, Momentveränderer!

Jeder Mensch ist anders, jeder besonders, einzigartig. Na klar. Und doch scheint es da verschiedene Gruppen zu geben. Es gibt die wichtigen Menschen, Politiker, Schauspieler, Sänger, Models, Youtuber,… Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, die wir anbeten oder verurteilen, von deren (Instagram-)Leben wir alle gerne etwas abhätten. Die in einer eigenen kleinen Welt aus Ruhm und Reichtum zu leben scheinen. Und dann gibt es uns. Den Rest. Die Schreiberin dieses Blogs. Die Leser dieses Blogs. Unsere Familien, Freunde, Bekannte, Fremde, die uns auf der Straße begegnen. Die normalen, kleinen Menschen, die keine glamourösen Jobs haben, nicht viel Geld, nicht viele Follower bei Instagram oder Likes bei Facebook. Die Menschen, die nicht wichtig scheinen, die diesen Planeten zwar bevölkern, aber die nichts zu verändern scheinen. Bis sie es doch tun. Vielleicht nicht für die ganze Welt, vielleicht nur für einen Menschen, für einen Moment. Aber sie verändern etwas. Mit einem Lächeln, ein paar freundlichen Worten, Hilfsbereitschaft machen sie einen anderen Menschen glücklich, verändern und verbessern sie das Leben dieser Person.

Während meiner zwei Tage in New Orleans bin ich so vielen dieser Momentveränderer begegnet wie kaum zuvor in so kurzer Zeit (vielleicht machte das alleine reisen mich dem gegenüber auch einfach aufmerksamer). Die Southern Hospitality ist in NOLA kein Werbeslogan sondern ganz selbstverständlicher Alltag. Und das soll es für mich auch werden. Mit offenen Augen durch die Welt gehen, sehen wo Hilfe gebraucht wird, über den eigenen Schatten springen, aus der eigenen Komfortzone herauskrabbeln, helfen. Und damit eine Sekunde verändern oder einen Tag oder ein ganzes Leben.

Danke an all die Menschen, die das für mich und andere getan haben. Thank you for being awesome!

  • All die Bus- und Streetcarfahrer, die mir gesagt und gezeigt haben, wo ich hin muss. Immer. Und immer. Wieder.

Streetcar

  • Die fünf Menschen, die mir bei meiner ersten Streetcarfahrt angeboten haben mir den Dollar zu geben, der mir zum passenden Bezahlen fehlte, sobald sie merkten, dass irgendetwas vor sich ging und ich eventuell Hilfe brauchen könnte.

Streetcarline

  • Der Mann, der den Knopf des Wasserspenders für mich gedrückt hielt, den ich irgendwie nicht zum Laufen bekam und mir immer wieder versicherte, es sei ok, wenn ich daran meine Riesenflasche fülle und er solange wartet.

Wasserspenderpark

  • Die Galeristin, die mich in ihre Galerie vor dem Regen flüchten ließ und mir Geschichten über sich, New Orleans und alles andere erzählte.

Galerieentdeckung

  • Der Koch im Bittersweet Café, der mir ein flauschiges Handtuch anbot, sobald ich tropfend das Café betrat (immernoch besagter Regen…)

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  • Die Frau bei der Touristeninformation, die mir ihren Namen, ihre Handynummer und ihren Arbeitsort für den nächsten Tag gab, nur für den Fall ich hätte noch Fragen oder brauche Hilfe.

Touristenbüro

  • Der Tourguide der Free Tours by Foot Ghosttour, der uns mit einem Voodoo Zauber beschützte und uns beibrachte, dass Frauen in den Südstaaten nicht schwitzen, sondern „glisten“ (das Wort ist zu schön für eine Übersetzung). Und der uns als lebendes Beispiel zeigte, wie toll man ist, wenn man stolz auf sich selbst ist. Jeden Teil seiner selbst.

Glistening Personality

  • Die Managerin der Touristeninformation, die den ganzen Tag meiner Reisetasche bei sich Unterschlupf gewährte, während ich die Swamps erkundete, und mir das zusagte, sobald meine Frage auch nur halb gefragt war.
  • Jeder, der etwas (Nettes) über mein Blumenhaarband sagte (also eigentlich jeder, dem ich an diesem Tag begegnete). Besonders der topgestylte Mann im Streetcar.
  • Der Busfahrer auf dem Weg in die Swamps, der mir das Gefühl gab, von meinem besten Freund gefahren zu werden.
  • Der Baby Alligator dafür, dass er mich nicht gebissen hat oder vom Boot gesprungen ist.

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  • Der Kellner am Flughafen, der mir das Gefühl gab, New Orleans sei genau der Ort, an den ich gehöre und dass ich SO BALD WIE MÖGLICH zurückkommen müsse.
  • Die Frau im Kiosk am Flughafen, die nicht nur Chips verkauft, aber vor allem Freundlichkeit und Glück mit ihren Worten verteilt.
  • Die Delta Angestellte, die nicht nur sagte, dass sie ihren Job liebt, sondern das lebte und sich mehr gefreut hat, dass der verspätete Flug früher starten konnte, als manche der Reisenden.

Touristenbürostraße

New Orleans war vielleicht nicht meine liebste Lieblingsstadt (da kann NYC nicht so schnell vom Thron gestoßen werden), aber die riesige Menge wundervoller Menschen machen diese Stadt mindestens ebenso toll, besonders und einzigartig wie das French Quarter, die Bourbon Street oder das Garden District.

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