Update – Spukhäuser und Greencards

Den ganzen Oktober über und auch schon früher fieberten meine Gastkinder und ich diesem Samstag entgegen. Dem 31. Oktober. Halloween. Wenn man sich sehr auf etwas freut, wird man ja nicht selten enttäuscht. Die Erwartungen sind zu hoch, die Realität kann dem nicht gerecht werden.

Wie war also mein Halloween? Super und mindestens so gut wie erwartet. Hier ein paar Eindrücke:

Halloweenmorgen ging sehr faul los, da ich am Abend vorher bei einer Freundin noch einen Film geschaut hatte und erst gegen zwei zuhause war. Ausschlafen ist mit drei kleinen und dazu noch halloweenbegeisterten Kindern ziemlich unmöglich, aber immerhin im Bett bleiben, skypen, College Sachen machen und Blogschreiben geht. Gegen Mittag quälte ich mich dann auch endlich aus dem Bett, aß etwas, ging Lebensmittel einkaufen und machte Guacamole sowie einen Pumpkin Pie Dip für den Abend. Und dann ging es auch schon ans Fertig machen.

Toupierte Haare, schwarzes Kleid, Spinne und Spinnennetz auf den Wangen, dunkle Augen, dunkle Lippen. Dazu noch einen Hut und fertig war die Au Pair Hexe. Übrigens ein Paarkostüm – meine Kleine war nämlich meine schwarze Katze.

Nachdem die Au Pair Hexe bereit war, wurden die Katze, chinesische Prinzessin und Iron Man hergerichtet, mit Mac and Cheese gefüttert, warm eingepackt und in die Halloween Nacht getrieben.

Costumes

Zwar sind die Amerikaner oft nicht unbedingt partyfreudig, gerade was Straßenfeste angeht. Bei Halloween wird aber eine Ausnahme gemacht. Da kommen alles raus, Süßigkeiten werden massenhaft ausgegeben, Häuser sind hell erleuchtet und blinken, Halloween Klänge schallen durch die Straßen, Sensenmänner erschrecken Passanten in den Vorgärten – ähh Friedhöfen. Diesen Wahnsinn werde ich nächstes Jahr vermissen!

Lichterhaus

Vorgärten

Friedhof

Nachdem die Kinder ins Zuckerkoma versetzt waren, ging es für mich ins Auto und in den Süden Connecticuts zu einer „Au Pair“/ House Halloween Party, bei dem Verlobten eines Au Pairs unseres Clusters. Der sich mit seinem Kostüm „Mr. Greencard“ selbst übertraf. Er hatte für alle Mädels Greencards gebastelt (dafür wird man schließlich Au Pair :p) und machte uns allen einen Heiratsantrag, inklusive Plastikring für jede!

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Der Rest der Abend war voller Essen (Peanutbutter Augen, Cookie Finger, Smores Dip, Chips, Reese’s Spinnen,…), vielsprachigen Unterhaltungen, Lachen und Cards against Humanity. Das ziemlich perfekte Ende eines ziemlich perfekten Tages.

Sonntag, 1. November: Ein langsamer, extrem verschlafener Tag mit Apple Crisp zum Frühstück, Pizza zum Mittagessen und Karotten zum Abendessen (ich hatte definitiv zu viel Ungesundes gegessen). Und einem kleinen Trip nach Yale und in die dortige Art Gallery. Klingt nach einem ganz normalen Au Pair Sonntag, fühlte sich aber irgendwie etwas verkatert, etwas surreal, etwas melancholisch an. Wie ein erster Januar. Die Halloween Vorbereitungen sind vorbei, der Herbst ist vorbei, aber irgendwie fängt auch das Neue noch nicht an.

New Haven

Das hat es inzwischen aber definitiv, es ist fast Thanksgiving, meine Weihnachtsstimmung ist spätestens seit einem Wochenende in New York auf dem Höhepunkt. Dazu bald mehr!

Bis bald, Franzi

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