Sechszehnmonatsfazit

Es ist Dezember. Der letzte Monat im Jahr 2015. Was ist mit den anderen 11 passiert? Ich kann’s einfach nicht glauben. Halloween war gerade erst vorbei und da zischte der November schon auf mich zu und an mir vorbei. In Lichtgeschwindigkeit, aber auch voller Highlights!

Mit meiner Gastfamilie… habe ich eine Woche nur mit den Zwillingen verbracht, während meine Große mit meiner Hostmum in South Carolina war. Echt interessant und komisch zu sehen, wie anders sie sich verhalten und die Dynamik sich verändert, wenn eine „fehlt“. Und mindestens genauso schön, wie sie sich gefreut haben, als sie wieder vereint waren. Da wünsche ich mir manchmal schon Geschwister… Bis der nächste Eifersuchtsanfall kommt!

… mit den Zwillingen haben Katha, ich und eine andere Freundin mit ihren Gastkindern dieses Jahr Sankt Martin gefeiert. Und zwar das volle Programm: Stöcke sammeln, Laternen basteln, Weckmänner backen, Laternenlieder singen, ums Haus ziehen. War zwar ein sehr kleiner Umzug mit nur vier Kids, aber witzig.

… ebenfalls mit Katha und den Twins haben wir Anfang November „Lebkuchenhäuser“ aus Graham Crackern gemacht. War ein Event in der Bücherei. Anfang November. Ab da war ich in Weihnachtsstimmung!

… mit den Kids hatte ich so einige Erfolgserlebnisse, die beweisen, dass sie meine Liebe (Obsession) für Zimt inzwischen teilen. Statt ekligem Cotton Candy Eis haben sie sich beim letzten Mal in der Eisdiele für Cinnamon Caramel Swirl entschieden. Good job!

… bin ich mal wieder nach Washington State geflogen – diesmal mit meinem Hostdad und den Zwillingen. Ist ja inzwischen schon fast Routine und war bis auf den Regen und die Kälte die uns erwartet haben, sowie die fehlenden Filme an Bord auch super.

… mit den Kids habe ich so einige Krankheitstage zuhause verbracht. Sie alle hat es in den letzten zwei Wochen abwechselnd mit verschiedenen Krankheiten erwischt. Seit einem Tag sind jetzt alle wieder fit. Drückt die Daumen, dass es so bleibt!

… war ich diverse Male im Kindermuseum hier in Washington. Das ist quasi ein Indoor Spielplatz und damit eine wunderbare Erfindung bei Kälte und Regenwetter!

… habe ich Thanksgiving gefeiert. Mit Halloween mein liebster Feiertag in den USA und auch hier wurde ich wieder nicht enttäuscht. Wir waren diesmal bei Freunden meiner Hostmum eingeladen und hatten alles, was man an so einem Tag braucht: Unmengen an Essen inklusive Truthahn und Pumpkin Pie, amerikanische Freundlichkeit, Brettspiele für die Kinder (und Erwachsenen, hust), kleine Traditionen, in die wir ohne Zögern eingebunden wurden, den super leckeren sprudelnden Apple Cider (eigentlich wie Apfelschorle, aber besser), den es hier zu Feiertagen gibt und einfach eine schöne und herzliche Atmosphäre.

Mit Freunden … wie bereits erwähnt, war eine meiner absoluten ultimativen Lieblingsfreundinnen überhaupt zu Besuch. Das waren auch die schönsten zwölf Tage des Monats (zusammen mit Thanksgiving und LA :p). Es ist einfach so ein schönes Gefühl, meinen Alltag hier mit jemandem teilen zu können, der mir so wichtig ist und mich so gut kennt. Da machen auch Kleinigkeiten gleich viel mehr Spaß. Nochmal danke, Katha, vermisse dich hier! <3

… natürlich hatten wir nicht nur Alltag, sondern waren unter anderem auch bei einer Yale Tour (alles fake, dazu aber in einem extra Post mehr), bei einem Football Spiel (Yale hat gegen Brown gewonnen und wir fast die Regeln verstanden) und zum Abschluss noch kubanisch essen (richtig leckere Pommes!)

… außerdem zweimal in der Mall und in einem Outlet. Gehört ja irgendwie zu den USA dazu.

… und wir haben einen Mini Halbtagesroadtrip an die Küste Connecticuts, nämlich nach Mystic und Groton, gemacht. Und haben auf dem Rückweg noch bei Panera gegessen und wurden von der Polizei angehalten. Die volle amerikanische Erfahrung!

… haben in Vorbereitung auf New York Gossip Girl geguckt und ich hab mich dadurch wieder total in die Serie verliebt.

… haben in der Cheesecake Factory, bei Olive Garden und P.F. Chang’s geschlemmt. Ich werde das alles so vermissen in Deutschland!

… waren mit noch anderen Mädels für ein Wochenende in NY. Und es war natürlich großartig!! Auch dazu bald mehr, das würde definitiv den Rahmen sprengen.

… mussten uns leider viel zu schnell verabschieden, aber mit der Aussicht, bald wieder vereint zu sein.

… mit einer anderen Freundin wollte ich in Seattle in die Cheesecake Factory und wir wurden von all den Wartenden quasi wieder rausgespült. Total wahnsinnig. Waren dann bei einer mexikanischen Fastfood Kette. War auch lecker.

… war ich in LA und kann dazu nur sagen: New York hat ernsthafte Konkurrenz als meine Lieblingsstadt bekommen.

Allein… hat sich meine Liebe zur Freiwilligenarbeit im Kunstmuseum noch verstärkt. Freue mich schon sehr darauf, nächste Woche wieder hinzugehen!

… habe ich mich in Adventskalendervorbereitungen für die Kids geworfen. Es geht einfach nichts über deutsche Weihnachtstraditionen!

… habe ich mir in der ersten Reihe im Liegen und Eis essend den letzten Teil der Hunger Games angeschaut. Herzzereißend und beängstigend, aber auch echt gut!

… habe ich diesen Monat das Fitnessstudio schmerzlich vernachlässigt. Wird ab jetzt aber (hoffentlich) wieder besser!

Stimmung: Dank einer gewissen Besucherin und vieler Highlights, war ich diesen Monat die allermeiste Zeit echt gut drauf und passend zum Feiertag unheimlich dankbar für die tollen Menschen um mich herum.

Allerdings haben all die Ereignisse, Erlebnisse und Höhepunkte auch ihre Schattenseite. Überforderung. Plötzlich wirkt die To Do Liste wie ein Berg, der sich nur durch die radikale Kürzung von Schlaf erklimmen lässt. Abends essen gehen oder noch meine College Aufgaben machen? So viel wie möglich reisen oder sparen? Noch was mit Freunden unternehmen oder einfach mal allein zuhause bleiben und durchatmen? Meistens will ich beides, will auf nichts verzichten, nichts verpassen. Das mündet dann oft in späte Nächte, Unsicherheit, Unzufriedenheit und ein empfindliches Gerüst aus Plänen, das durch Krankheit und andere Wendungen nicht nur einmal zum Einsturz gebracht wurde. Es gibt aber zwei gute Nachrichten. Erstens: der Dezember wird voraussichtlich ruhiger (obwohl auch da schon jedes Wochenende verplant ist, ich eine College Präsentation machen muss, wieder im Museum bin, Geschenke besorgen muss…). Und zweitens: das ist es wert. Die Zeit vergeht so schnell, all diese Momente sind einmalige Chancen. Schlafen und durchatmen kann ich auch später noch.

Monat in Bildern:

 

Letzte Herbsttage in Connecticut

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Yale und Football

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Mystic and Groton, CT

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St. Martin und „Gingerbread“ Houses

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New York Wochenende

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Washington State

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Los Angeles

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Der schönste Heiratsantrag

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Neu entdeckt/erstes Mal: – mehr über Yale und New Haven erfahren – desillusionierend und traumschaffend gleichermaßen.

  • Ein Football Spiel gesehen. Ganz witzig, aber muss so bald nicht wieder sein.
  • Mystic, CT gesehen – so süß!
  • Das MET Museum besucht – für 2,50!
  • Eine Broadway Show gesehen – magisch!
  • In einer Rooftop Bar gewesen – enttäuschend!
  • New York in Vorweihnachtsvorbereitungen erlebt – ich will zurück. Das war die ultimative Weihnachtsstimmung!
  • Bei der Old Spagetti Factory gegessen – immer wieder bitte!
  • LA gesehen – und verliebt. Ich will auch hierhin zurück. Jetzt!

Vor einem Jahr: Der November 2014 ist mir wegen zwei Sachen in Erinnerung: meinem ersten Thanksgiving und meinem ersten Besuch in Washington DC. Beides fand am letzten Wochenende statt. Der Rest des Monats war irgendwie eher unspektakulär. So unspektakulär, dass er noch nicht mal ein eigenes Monatsfazit bekam. Wir waren den Großteil des Novembers in South Carolina, wo, wie ich damals schrieb, „nicht unbedingt jedes Wochenende was Spannendes passiert, da ich auch nicht immer ein Auto habe beziehungsweise Leute kennen, die Zeit haben“.

Natürlich war trotzdem was los, ein regnerisches Wochenende mit Alina in Boston, die Fahrt nach South Carolina, Reunion mit Vanessa in South Carolina und eben DC und Thanksgiving. Aber im Vergleich zu anderen Monaten hatte ich auch definitiv etwas mehr Langeweile, ein Gefühl, das ich mir jetzt schon manchmal wünsche. Dafür hat es das Ende des Monats mit Thanksgiving und einem Wochenendtrip – die Kombi hatte ich ja auch dieses Jahr – echt rausgerissen. Das sollte eine Tradition für mich werden…

Blick in die Zukunft: Weihnachten. Das nimmt gerade irgendwie 90 Prozent meines Denkens ein. Weihnachtslieder, wann immer ich im Auto das Radio anmache, Adventskalender (ich hab da den süßesten von meinen zwei liebsten Freundinnen!!), basteln, backen, Wunschzettel, Weihnachtsmärkte, nach Hause kommen. Ich freue mich unendlich auf die vor mir liegenden Wochen, bin einerseits kribbelig vor Vorfreude, würde sie andererseits gerne endlos ausdehnen. Pläne für Silvester und Januar kann ich irgendwann danach schmieden. Jetzt heißt es erstmal volle Konzentration auf „the most wonderful time of the year!“

Bis bald, Franzi

 

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