Update – Bist du in Weihnachtsstimmung?

Über meinen November konntet ihr ja schon in meinem letzten Monatsfazit einiges lesen, aber seitdem ist schon wieder fast ein Monat vergangen. Der Dezember. Einer der schönsten Monate des Jahres, vier Wochen voll geballter Vorfreude auf: Weihnachten!! Ich schreibe diesen Post aus dem Bus nach New York. Ist ja eigentlich nichts ungewöhnliches, aber diesmal handelt es sich nicht um einen normalen Wochenend- oder Sonntagstrip. Ich will diesmal nicht in erster Linie meine Lieblingsstadt erkunden, sondern werde diese nach ein paar Stunden Richtung Flughafen verlassen. Am John F. Kennedy Airport in einen Delta Flieger steigen. Und den morgen früh wieder verlassen. In Frankfurt am Main. Zuhause. Schon immer wollte ich mal sagen können: I’m coming home for Christmas. Und dieses Jahr ist es soweit. Can’t wait! Allerdings hat mich nicht nur die Vorfreude auf zuhause in Weihnachtsstimmung verbracht sondern vorallem auch diverse Aktivitäten im Dezember. Und zu diesen gibt es jetzt ein kleines Update:

  • Adventskalender: Pünktlich am späten Abend des 30. Novembers hing er über dem Kamin: mein Adventskalender für die Kiddos.  24 selbstgemachte und dekorierte Umschläge gefüllt mit 24 Aktivitäten, Geschichten, Witzen, Quizzes und so weiter. Dazu gesellten sich noch drei heißgeliebte Kinderschokoladenadventskalender von Katha. Und auch ich hatte zumindest für Teile des Monats zwei Adventskalender. Einen von Mama zu Frauen und Literatur (der wunderschön ist und daher immernoch mein Zimmer ziert) und einer von Franzi und Katha bestehend aus höchst seriösen und informativen Videos. :D Seit ich denken kann, müssen für die richtige Weihnachtsstimmung auch Adventskalender sein, das war also schonmal ein guter erster Schritt.

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  • 106.9 und 94.7: „Can we listen to 106.9, Seattles official Christmas Station, again?“ Diese Frage hörte ich vorallem in den ersten Tagen des Dezembers nicht selten. In den USA gibt es die wunderbare Erfindung von Radiosendern, die in der Vorweihnachtszeit ausschließlich Weihnachtslieder spielen. Die habe ich im Auto gehört. Den ganzen Monat lang. Und ich fahre viel Auto. Das war allerdings auch die ultimative Einstimmung auf die Weihnachtszeit und bescherte mir sogar ein neues Lieblingsweihnachtslied: The Christmas Song von Nat King Cole. Absolut kitschig, aber soo schön!

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  • Cookies und Hot Chocolate: Ohne Backen funktioniert die Weihnachtszeit nicht. Und so habe ich mit den Kindern ganz viel geknetet, ausgerollt und ausgestochen und natürlich auch verziert. Für uns, als Geschenk, für die Pfadfinderinnen, für eine Präsentation, die ich in der Schule der Zwillinge gehalten habe. Das Thema übrigens: Weihnachten in Deutschland. Was auch sonst?

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  • Ugly Christmas Sweater: Die Idee spukte mir schon länger im Kopf rum, wann immer ich einen Laden betrat, schienen sie mich geradezu anzuspringen: die Ugly Christmas Sweater. Flauschig, glitzernd, blinkend, singend, weihnachtlich und zum Teil grottenhässlich. So kleidet man sich in den USA in der Vorweihnachtszeit. Alle nur ich nicht. Und dann kamen Infos zu unserem Weihnachtsaupairmeeting. Alle bitte im Ugly Christmas Sweater! Also auf in die Mall und auch heute funkelt jetzt ein  Pailletten Rudolph stolz auf meinem knallig roten Pulli.

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  • FoTT: Das Festival of Trees and Traditions ist eine große Sache im Wadsworth Atheneum in Hartford, dem Kunstmuseum, in dem ich meine Freiwilligenarbeit mache. Im Dezember gesellen sich zu Skulpturen, Installationen und Gemälden über hundert Weihnachtsbäume und Kränze, die von Firmen oder Privatpersonen dekoriert werden und als Fundraiser für das Museum gekauft werden können. Außerdem singen während des Festivals Chöre in den Gallerien, man kann für seinen liebsten Baum abstimmen und generell strömen die Menschenmassen durch diesen sonst eher ruhigen Ort. Eine anstrengende, aber für einen Tag absolut tolle Erfahrung. Auch wenn ein paar der Bäume, dann doch etwas zu „kunstvoll“ waren. Die blutverschmierte Barbie mit Säge und kopflosem Ken an einem Baum, machte einer kleinen Besucherin wohl Alpträume. Da soll noch jemand sagen, Museen seien langweilig.
  • New York City: Das war zwar noch im November, aber der Besuch in New York mit Weihanchtsbeleuchtung, dekorierten Schaufenstern und Macy’s brachten mich definitiv in die richtige Stimmung. Da war sogar das Wetter noch winterlich.

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  • Philly: Letztes Wochenende ging es dann mit Lisa noch nach Philadelphia. Der Grund für die dreieinhalbstündige Fahrt? Ein deutscher Weihnachtsmarkt in der City of brotherly Love. Glühweinduft und gebrannte Mandeln – was will man mehr? Auch wenn es bei den Düften blieb, die Preise sind da nämlich Wahnsinn.
  • Weihnachtskonzert: Der Vorteil, wenn die Gastmutter Dirigentin ist? Ein Weihnachtskonzert gehört zum (wunderschönen) Pflichtprogramm. Und das war dieses Jahr umso schöner, denn mein großes Gastkind sang im Chor mit! Nachdem wir alle schon seit Wochen in den Genuss ihres Übens kamen, saß ich zum Konzert voller Stolz mit den Zwillingen im Konzert, die Augen fest auf dieses eine kleine Mädchen gerichtet. Dieser Moment wird definitiv noch ganz lange „somewhere in my memory“ bleiben.

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  • Weihnachten ohne eigenen Baum? Hatte ich durch Reisepläne leider letztes Jahr, dieses gab es dann allerdings das volle Programm. Christmas Tree Farm, Baum fällen, einen Tag mit Lichter sortieren und dekorieren verbringen. So muss es sein.

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  • Christmas Light Fantasia: Ein Park in Hartford wird hierfür jedes Jahr in ein Lichterland verwandelt, Menschenmassen fahren mit dem Auto durch. Amerikanischer geht es nicht mehr, war aber echt schön!

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  • Familienzeit: Die Zeit vor Weihnachten ist stressig. To Dos wollen nicht mit ins neue Jahr geschleppt werden, Geschenke müssen ausgesucht, gekauft oder gemacht werden. Kommerz, Lichter und Lärm sind überall. All die obengenannten Aktivitäten habe ich genossen, sie haben Spaß gemacht, meiner Weihnachtsstimmung geholfen. Aber die wirkliche Weihnachtsstimmung? Die kam beim Waldspaziergang mit meiner Gastfamilie auf. Beim Kuchenbacken mit meiner Hostmum. Beim „The Night before Christmas“ vorlesen für die Kinder. Unspektakulär, gemütlich. Aber gemeinsam. Und da sind wir auch wieder beim Coming Home for Christmas. Darauf freue ich mich wie gesagt unheimlich. Aber auch auf das Coming back home after Christmas. Für die letzten Monate, die hoffentlich mit ganz viel Spannung, aber auch diesen gemeinsamen Momenten der ENTSpannung gefüllt sein werden.

Und damit jetzt auch frohe Weihnachten! Bis bald, Franzi

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