Filmeinung „He named me Malala“

Eines der Dinge, die ich an einem Langstreckenflug am liebsten mag? Zeit zu haben, für sich zu sein, von einer riesigen Filmauswahl umgeben zu sein. Ist mir nach Weinen oder Lachen, nach Liebe oder Zerstörung? Es ist alles da, man muss nur ein paar Mal mit dem Finger tippen. Auf meinem letzten Flug litt ich mit revolutionären Iren in den Dreißigern und lachte über Reese Witherspoon als verklemmte Polizistin.

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Und dann stach mir ein Film ins Auge. „He named me Malala“. Ein vertrauter Name, ein oft gesehenes Gesicht. „The girl who was shot by the Taliban“. Friedensnobelpreisträgerin. Aber wer dieses Mädchen ist, was ihre Geschichte ist, das wusste ich nicht. Bis eben. Eineinhalb Stunden haben mir einen kleinen Einblick in ihre Welt, ihr Leben und ihre Überzeugungen gegeben. Und mich mit Bewunderung, Faszination und Inspiration gefüllt. Wie sie ihre Stimme nutzt, in einer auswegslosen Situation furchtlos für ihre Überzeugungen eintritt. Wie sie mit so viel Negativität und Schrecken konfrontiert wird, sich damit auseinandersetzt und trotzdem so unheimlich positiv und stark ist. Es ist eine Dokumentation, die viel Grauen birgt und mich doch viel mehr zum Lächeln bringt als jede Komödie. Lächeln darüber, wie gut es mir geht, dass ich Bildung hatte und jeden Tag aufs neue die Chance, meine Träume zu verwirklichen. Lächeln, um vielleicht die Stimmung einer Person ein bisschen zu verbessern, die Welt für einen Moment ein bisschen schöner und glücklicher zu machen. Lächeln für all die, die gerade nicht lächeln können.

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