When in… Chicago, IL

Chicago. Ein Reisebericht, vor dem ich mich lange gedrückt habe, denn diese wunderschöne Stadt hat einfach so viel, das mich begeistert hat. Wo kann ich also anfangen, meine Begeisterung mit euch zu teilen? Was macht Chicago so wunderschön und besonders? Was sollte man unbedingt sehen? Keine leichten Fragen, aber ich habe mich bemüht, sie doch zu beantworten.

Downtown
Architektur um die Loop.

The Loop und Magnificent Mile: Ich mag Städte, die man erlaufen kann. Auf deren Straßen was los ist, sowohl einheimisch als auch touristisch. Die nicht nur aus einem Auto oder Bus wirken sondern vorallem zu Fuß. Und Chicago ist so eine Stadt. An einer der „Loop“ Stationen (das sind die, die die Innenstadt wie eine Schlaufe umschlingen) mit der Bahn aussteigen und mittendrin sein. Bei mir war das nach einem unschön frühen Flug um etwa 8 Uhr morgens an einem Samstag der Fall. Die Straßen noch ziemlich menschenleer, die Sonne gerade auf ihrem Aufstieg zwischen den Hochhäusern. Wunderschön! Und so ging es an den drei Tagen, die wir Chicago (zu Fuß) erkundeten auch weiter. Beeindruckende Architektur (die dadurch, dass Chicago 1871 von einem Feuer zerstört und neu aufgebaut wurde, auch extrem gut zusammenpasst), Kunst, individuelle Läden, schöne Restaurants und ganz viele Menschen zu beobachten.

Architecture
Meine ersten Eindrücke am frühen Morgen in Chicago.
Chicago
Theater, Loop und der Beginn der Route 66.
The Bean
Berühmt-berüchtigt: die Bean. Seht ihr mich?

The Bean und Park: Sich nach viel laufen ein bisschen ausruhen funktioniert hier. Und natürlich ganz viele Selfies vor der Bean oder dem Gesichterbrunnen schießen. Außerdem schaut man von hier auf den Lake Michigan, der durch seine Größe und Farbe fast das Gefühl gibt, am Meer zu sein. Von hier aus geht es auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß hoch zum Navy Pier. Chicagos Sehenswürdigkeiten scheinen perfekt für eine Ein-Tages-Erkundungstour gemacht zu sein, denn man kann sie wunderbar in einer großen „Loop“ (über die offizielle hinaus) ablaufen.

Grant Park
Teile des Grant Parks, in dem sich auch die Bean befindet.
Willis Tower
Auf dem Willis Tower mit nichts als Glas unter unseren Füßen.

Über den Dächern von Chicago: So ziemlich jeder Chicago Besucher kommt wohl mit einem Bild aus einem der Glaskästen am Willis Tower zurück. In luftiger Höhe, hängen diese über den Straßen und laden Touristen dazu ein, in ihnen zu springen, zu küssen, sich auf den Kopf zu stellen und dabei natürlich fotografieren zu lassen. Ich fand diese Bilder immer unheimlich beeindruckend und freute mich darauf, selbst eins zu haben. Obwohl ich absolut keine Höhenangst habe, wurde mir doch etwas mulmig, als ich dann tatsächlich in diesem Kasten stand. Unter meinen Füßen nur ein dünner Glasboden, ganz viel Luft und dann die belebten Straßen Chicagos…

Hancock Center
Der Blick vom Restaurant des Hancock Centers.

 

Auch wenn diese Erfahrung für mich ein ziemliches Must in Chicago war, hat mir eine andere – auch aufgrund des Wetters – fast noch besser gefallen. Unser Lunch auf dem Hancock Center. Auch hier gibt es eine klassische Aussichtsplattform, aber auch ein sehr gutes Restaurant. Wenn man hier zum Lunch nur Essen bestellt (Getränke sind teuer, aber in den USA Wasser ja zum Glück gratis dabei), bekommt man nicht nur ein super leckeres Mittagessen, sondern auch und vor allem einen wunderschönen Blick über den See und die Stadt. Und man fühlt sich im schicken Restaurant ziemlich fancy…

Hancock Center 2
Und nochmal das Hancock Center…

Art Institute: Das ist im selben Park wie die Bean gelegen und mein Tipp hierfür: nehmt euch Zeit. Ich hatte etwa zwei Stunden, bevor das Museum zu machte und hetzte während der letzten halben Stunde durch die Galerien, um noch möglichst viel mitnehmen zu können. Das Art Institute ist eines dieser riesenhaften Museen, in denen man sich problemlos tagelang verlieren könnte und immer noch nicht alles gesehen hätte. Unendlich viele Kunstformen, Künstler, Epochen, Stile, Ideen und Inspiration. Danach musste ich mich erst mal auf eine schöne Bank im Grant Park setzen und all die Eindrücke auf mich wirken lassen.

Art Institute
Ein winziger Teil der Ausstellung im Art Institute.

Ehemalige Bibliothek: An unserem zweiten Tag machten wir eine Free Walking Tour, bei der wir neben Infos zur Stadtgeschichte auch jede Menge Insidertipps bekamen. Unter anderem war das, die ehemalige Stadtbibliothek zu besuchen. Heute beheimatet die eine Art Kultur- und Tourismus Zentrum und vor allem wunderschöne, glitzernde Räumlichkeiten und einen tollen Blick auf die Stadt. Solltet ihr also bei der Bean sein und ein paar Minuten Zeit haben – schaut sie euch an!

Library
Mein geheimes Highlight – unerwartet wunderschön!

Deep Dish Pizza und Popcorn: Eine Stadt zu entdecken bedeutet für mich auch, etwas Landestypisches zu essen. Besonders natürlich, wenn dieses Etwas Pizza ist. Auf Empfehlung unseres Führers bei der Free Walking Tour aßen wird die obligatorische Deep Dish Pizza bei Giordano’s. Leider habe ich irgendwie vergessen, diese fotografisch festzuhalten – oder ich war zu hungrig… War aber auf jeden Fall sehr käsig, sehr sättigend, sehr lecker.

Garrett
Yummy, yummy…

Mindestens genauso begeistert war ich auch von Garrett’s. Schon ganz zu Beginn unseres Besuchs sahen wir einen der Stores – mit einer langen Schlange davor. Wir hatten keine Ahnung, was es hier gab, unserer Neugier war allerdings geweckt. Als ich dann irgendwann mal einen der Läden ohne Schlange passierte, zog es mich rein und ich fand – Popcorn. Und zwar eine Mischung aus Karamell und Käse Popcorn. Klingt grauenvoll, ist aber sooo lecker und kann man durch die Kombination aus süß und herzhaft auch unendlich essen.

Navy Pier
Beim Navy Pier reichte mir der Blick aus der Ferne…

Navy Pier: Dieser ist last und für mich tatsächlich auch least. Auch wenn er zu den Sehenswürdigkeiten von Chicago gehört, hat er mich nicht umgehauen. Es gibt ein Riesenrad, ein paar andere überteuerte Rides, einige Restaurants – das wars. Dazu kommt natürlich noch der wunderschöne Blick auf den Lake Michigan, den hat man aber auch anderswo.

PS: Sag hi zu Kevin… Das fällt ein bisschen aus all den laufbaren Sehenswürdigkeiten raus und lohnt sich daher nur, wenn man mit dem Auto (oder einem netten Couchsurfer mit einem Auto) unterwegs ist. Das Haus, in dem Kevin allein zuhaus war. Ich liebe den Film und auch wenn die Statuen nicht mehr davor stehen, hatte ich vor dem Haus einen kleinen Fangirlmoment…

Hi Kevin
Ganz ungewohnt ohne Schnee…

Für mich ist Chicago definitiv eine der schönsten Städte, die ich bisher in den USA besuchen durfte – mit ganz viel Charakter und Individualiät. Bis bald, Franzi

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