Update – Mehr, noch mehr, am meisten…

Die letzte Woche in South Carolina war lang. Endlos. Ich kämpfte an verschiedenen Fronten, wollte und musste irgendwie alles gleichzeitig schaffen, fiel abends kaputt ins Bett und wachte morgens zu müde und unmotiviert auf. Trotzdem die Woche anstrengend und vollgepackt war, habe ich sie rumgekriegt und das sogar relativ erfolgreich. Deshalb schreibe ich heute mal darüber, was bei mir so los war und wie ich dabei nicht in Überforderung und Chaos versunken bin…

Sich Wappnen

Samstag, 6. Februar: Ich wusste, dass die Woche voll und anstrengend werden würde und genau deshalb habe ich versucht, die Ruhe vor dem Sturm so gut wie möglich zu genießen und Energie zu sammeln. Am Samstag ging es raus, ich fuhr nach North Carolina und ging wandern. Verbrachte den Tag nur mit mir und einem Hörbuch auf dem Handy, draußen, in wunderschöner Umgebung. Und fühlte mich am Abend zwar ausgepowert, aber gleichzeitig auch stärker und bereit für das Kommende.

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Schon Oma wusste, wie gut ein Spaziergang und frische Luft sind!

Planen

Montag, 8. Februar: Haus ausmisten, für Connecticut packen, Blogposts schreiben, Urlaub buchen, Geburtstag und Feier meines Hostkinds planen und vorbereiten… Viele Aufgaben, viele Ideen, Pläne… Struktur musste her! Ich machte also eine Liste, schrieb mir einen Plan, nahm mir für jeden Tag ein paar Aufgaben vor – vom Aussortieren übers Schreiben bis zum Essen machen. Alles hat seine Zeit und wenn man es erst mal schwarz auf weiß hat, ist es schon gar nicht mehr so überwältigend.

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Gut geplant ist halb geschafft, oder so…

Auszeit

Mittwoch, 10. Februar: Eigentlich hatte ich keine Zeit. Musste noch backen, die letzten Kisten packen, mehr schaffen… Und trotzdem nahm ich mir eine Stunde „frei“, setzte mich ins Auto und traf mich mit einer Freundin bei Starbucks. Nicht spektakulär, nicht zu zeitaufwendig und trotzdem fühlte ich mich danach wie ein neuer Mensch.  Ich war nicht länger allein mit zu viel zu tun, gleichzeitig hatte ich eine Stunde lang aber auch mal nicht über all meine Probleme und To Dos nachgedacht, mich auf Neues und Anderes eingelassen, fühlte mich viel motivierter als noch zuvor. Ein bisschen Abstand nahm dem Stress die Schärfe, rückte die kleinen Alltagsdramen wieder in Perspektive.

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Im Zweifelsfall helfen Kekse auch immer zum Stimmungsaufbau!

Flexibilität

Donnerstag, 11. Februar: Meine Hostparents, die Kinder, das Wetter, Freunde,… Es gibt vieles, das Pläne durcheinander bringt. Mein Wochenplan bekam immer mehr Ergänzungen, Durchstreichungen und Pfeile. Verwirrend und manchmal nervig, aber ich konnte ihn trotzdem durchziehen. Es klappte bei Weitem nicht alles so, wie ich das noch am Sonntag geplant hatte, aber es klappte. Und das ist letztendlich die Hauptsache.

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Nicht nur, aber auch der Schnee haben so einige meiner Pläne vereitelt…

Genießen

Freitag, 12. Februar und Sonntag, 14. Februar: Geburtstag und Party meines Hostkindes waren gekommen, die Geschenke verpackt, der Kuchen dekoriert, alles vorbereitet. Die Zimmer waren immer noch nicht ganz aussortiert, die Koffer noch nicht alle gepackt. Egal! Diese beiden Tage wollten wir Spaß haben, Geschenke auspacken, schlemmen, spielen, zusammen sein. Für die To Dos war auch am nächsten Tag noch Zeit und dafür arbeitet man schließlich auch so viel.

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Happy Birthday! <3

Durchhalten

Montag, 15. Februar: Eigentlich ja schon die neue Woche, allerdings waren wir durch Eisregen immer noch „stuck“ in South Carolina, die Kinder hatten keine Schule, das Haus war chaotisch, meine Hostparents und ich viel beschäftigt. Es schien kein Ende zu nehmen, seit drei Tagen war ich permanent mit den Kindern zusammen, am Dienstag stand noch ein weiterer für die Fahrt nach Connecticut bevor. Ich wollte nicht mehr. Einfach nur zurück ins Bett krabbeln, die Decke über den Kopf ziehen, nichts machen. Ging aber nicht und dafür war ich ja auch schon zu weit gekommen. Also? Zähne zusammenbeißen, nicht zu viel nachdenken, weitermachen. Und dann geht auch der längste Tag irgendwann rum.

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Wie gesagt war der Schnee nicht mein allerbester Freund…

Belohnen

Mittwoch, 17. Februar: Wir haben es geschafft, der Geburtstag wurde gebührend gefeiert, der Blog auf dem Laufenden gehalten, wir sind mit allem in Connecticut angekommen. Die Kids haben wieder Schule und ich endlich wieder mehr Zeit für mich. Und die nehme ich mir jetzt auch gnadenlos mit Freunden, im Gym, beim Lesen und am Wochenende in New York. Energie sammeln bis zur nächsten verrückten Woche!

Lighting up
Da weiß man wieder, warum man sich all das antut.

Bis bald, Franzi

 

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