When in… Atlanta, GA

Warum ich nach Atlanta, die Peachtree City, wollte? Erstens ist es mit knapp drei Stunden nur einen Katzensprung von meinem Zuhause in South Carolina entfernt und zweitens wollte ich unbedingt die „Inside CNN Tour“ dort machen. Man muss sich ja schon mal potentielle (hoffentlich) Arbeitsplätze anschauen… Da ergab es sich perfekt, dass meine Hostmum übers Wochenende nach Atlanta musste, um dort zu einem Konzert zu gehen. Wir fuhren also Samstagmorgen mit Kids, Snacks und so weiter los, kamen nach einem Stopp in Greenville gegen Mittag in Atlanta an und dann hatte ich erst mal frei und schaute mich um den Centennial Park herum um.

Centennial Park

Human Rights Center

Olympia Park

Hier finden sich die World of Coca Cola, das Georgia Aquarium, das Human Rights Center und um direkten Umkreis auch die Olympia Fountains, ein Riesenrad, die CNN Headquarters,… Kurz: Atlantas Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Die Gegend ist in super Zustand, modern, großzügig, sehr sauber, beliebt und offensichtlich (finanziell) erfolgreich.

World of Coca Cola

Cola in the City of Cola

Nach ein bisschen Umschauen und Cola schlürfen, ging dann auch die CNN Tour los. Besonders der Newsroom und das Gebäude an sich fand ich wahnsinnig interessant genauso wie die „Fake-„Studios, in denen gezeigt wurde, wie so eine Nachrichtensendung abläuft. Wer sich für die Thematik allerdings nicht besonders interessiert, findet die Tour wahrscheinlich auch nicht sehr spannend, denn spektakulär ist sie nicht und Promis verirren sich wohl auch kaum nach Atlanta, sondern kommen eher in die Studios in New York oder LA.

Rolltreppe

News Room

Nach der Tour hatte ich vom Touri-Atlanta genug und wollte die „wirkliche“ Stadt, also Downtown, erkunden. Tja… nach ein bisschen umher irren war ich dann theoretisch da, aber so wirklich etwas finden konnte ich nicht. Die Stadt war an diesem Samstagnachmittag mehr oder weniger ausgestorben, fand keine geöffneten Cafés, Restaurants oder Geschäfte stattdessen nur einige Hotels und vor allem Bürogebäude. Die wenigen Menschen, die mir begegneten gehörten eher zur Kategorie: möchte ich nicht im Dunkeln treffen. Was sich hier und auch in allen anderen Gegenden der Stadt zu zeigen schien: Die Reichen und Touris sind weiß, die Unterschicht und Obdachlose schwarz. Klingt hart und ist natürlich auch überspitzt, aber war tatsächlich mein Eindruck von Atlanta. Und macht angesichts der Geschichte der Südstaaten ja auch Sinn.

Arc de Triomphe

Coke everywhere

Atlanta scheint eine Stadt der Extreme und Gegensätze. Auf der einen Seite sind da Attraktionen wie eben der Centennial Park, aber auch die Jackson Street Bridge mit wunderschönem Skyline Blick oder der Sweet Curb Market mit tollen Essensständen, der mich etwas an den Gansevoort Market in New York erinnert hat. Sobald man diese Attraktionen aber verlässt, findet man sich zwischen heruntergekommenen bis fast zerfallenen Gebäuden wieder, in Gegenden, in denen man das Auto sehr zu schätzen weiß. An einigen Hauswänden findet sich Martin Luther King Streetart mit Worten wie „Hero“. Eine schöne Botschaft, die in dieser Stadt allerdings eher bittersüß und ironisch wird, wirkt die Stadt doch immer noch durch schwarz und weiß getrennt…

Jackson Street Bridge

Market außen

Market

Den Sonntag verbrachten wir dann auf der „Weißen“ Seite Atlantas, nämlich Midtown und Uptown. Hier finden sich dann auch Restaurants, Theater, Museen und so weiter… Wir streiften durch den Piedmont und Winn Park, gemeinsam mit glücklichen Oberschicht Familien und Hundebesitzern, die sich aus ihren nahegelegenen Villen getraut hatten. Auf den Straßen wirkte es immer noch wie ausgestorben, auch hier möchte ich nicht unbedingt herum laufen. Alles wirkt kalt und uneinladend, was zugegebener maßen auch am Wetter gelegen haben könnte.

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Piedmond Park

Wie ihr schon merkt, hat Atlanta mich nicht begeistert. Die einzelnen Viertel und Nachbarschaften wirkten extrem abgetrennt, die Stadt abseits der typischen Attraktionen leblos. Ich mag Städte, die ich laufend erkunden kann, in denen mir auf den Straßen Menschen aller Herkünfte und Hintergründe begegnen. Diese Mischung, dieses Unerwartete machen Großstädte für mich auf und danach suchte ich in Atlanta leider vergeblich.

Streetart

Vom Kopf her ist Atlanta eine interessante Stadt: viel zu unternehmen, Großstadtflair durch die Skyline, große Parks, Museen, Kultur und Modernität. Atlanta scheint eine Stadt, die viel vorhat, hohe Ziele anstrebt. Nur die Bewohner und die Realität scheinen da noch nicht ganz mit zu ziehen… Und deshalb ist es auch vom Bauchgefühl her keine Stadt, die ich bald wieder besuchen wollte. Bis bald, Franzi

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