Einundzwanzigmonatsfazit

Der Titel dieses Posts ist definitiv zu lang und damit vielleicht ein Zeichen, dass meine Au Pair Zeit vorbei ist/ sein sollte. Noch kann ich es nicht so ganz glauben, dass dies meine letzte Woche in diesem Leben, der Mai der (erstmal) letzte Monat in den USA ist. Wie es mit dem Monatsfazit weitergeht, weiß ich noch nicht genau, in dieser Form wird es allerdings das letzte sein. Und da passt es wohl auch, dass es voller Abschiede und letzter Male ist…

Mit meiner Gastfamilie: … haben wir das Haus in South Carolina ausgeräumt und zusammen gepackt – ich hasse Umzüge!

… den Geburtstag meiner Hostmum gefeiert.

… und den der Zwillinge.

… und am ersten Mai auch noch den meines Hostdads.

… bin ich ein letztes Mal von South Carolina nach Connecticut gefahren.

… und ebenfalls ein letztes Mal von Connecticut nach Seattle geflogen.

… habe ich mit den Kids jedes bisschen Frühlingssonne aufgesogen.

… hatten wir während der Springbreak einige Playdates.

… Spielplatztage.

… und Museumsbesuche.

… hatten die Zwillinge ihre Geburtstagsfeier – inklusive Kuchendekorationsmarathon.

… haben die Mädels die Kostüme für ihre Ballettaufführung bekommen – so süß!!

… haben wir neue Lieblingsorte im wunderschönen Washington State entdeckt.

Mit Freunden: … habe ich eine Einhornpinata getötet – hat mehr Spaß gemacht als man so denkt!

… war ich endlich im Mark Twain House in Hartford.

… aßen wir bei Winterwetter Smores in einem Restaurant.

… war ich (erstmal) zum letzten Mal in New York City. Ich vermisse es jetzt schon!

… waren wir im Kino in „The Boss“ und „The Huntsman“ – beide nicht schlecht, aber auch sehr vorhersehbar.

… haben wir in einem Studio Tassen bemalt und uns zur Belohnung noch Cheesecake gegönnt.

… verbrachte ich ein wunderschönes und chaotisches Wochenende auf Cape Cod.

… „arbeitete“ ich noch mal alle meine liebsten Restaurants in den USA ab. Und das sind so einige!

… hüpften wir durch ein Clustermeeting im Trampolinpark.

… hatte ich im „East Side Restaurant“ eine gute Zusammenfassung, wie sich Amerikaner Deutschland vorstellen.

… waren wir auf einem Daffodil Festival ohne Daffodils, aber mit viel Essen.

… sah ich das geniale Musical „Matilda“ in Hartford.

… bekam ich die süßesten Abschiedsgeschenke und eine starkbleibend tränenlose Verabschiedung am Flughafen.

Allein: … habe ich die letzten Male in meinem Lieblingsmuseum genossen.

… und die letzten Male im Gym nicht ganz so sehr…

… habe ich viel zu wenig geschrieben.

… aber trotzdem an meiner „journalistischen Karriere“ gearbeitet.

… musste ich das Leben, das ich die letzten zwei Jahre gelebt habe, in zwei Koffer und einen (überquellenden) Rucksack packen.

… war der Monat sehr abschiedsgeprägt und damit ein einziges Gefühlschaos.

Stimmung: Wie schon gesagt: Abschied und damit einhergehende Melancholie haben diesen Monat geprägt. Einerseits habe ich unheimlich viel erlebt, Spaß gehabt, die Zeit mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie genossen. Andererseits hatte alles den „letztes Mal“ Beigeschmack. Und das ist kein guter… Inzwischen habe ich so viel darüber gesprochen, dass ich bald gehe, so viel über das Ende meiner Au Pair Zeit erklärt, dass ich es eigentlich nur noch hinter mich bringen möchte. Nein, ich möchte nicht gehen, würde die Kinder am liebsten in meinen Koffer packen und vermisse meine Mädels in Connecticut jetzt schon schrecklich. Aber das Herauszögern, dem Ende entgegen sehen, wirkt gerade noch schlimmer als der Abschied selbst. Also: wie ein Pflaster, Augen zu und abreißen.

Monat in Bildern:

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Der schlimmste Tag des Monats gleich Anfang April: Schnee in Connecticut. 
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Nach knapp zwei Jahren in Hartford endlich im Mark Twain House gewesen!
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Sieht frühlingshaft aus, war aber sehr kalt – ein Sonntag in NY.
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Für ein bisschen Brooklyn Liebe kurz die Winterjacke ausgezogen.
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Meine Lieblingsbrücke vom One World Observatory aus.
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Blick auf Midtown.
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Ein Wochenende später auf Cape Cod.
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Süße Häuser, Galerien und Läden in Provincetown.
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Ganz spontanes Strandfoto.
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Leuchtturmliebe!!
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Wenn das Auto funktioniert, können Roadtrips so schön sein!
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Der letzte Cape Cod Sonnenuntergang – I’ll be back!
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Zwar schon der erste Mai, aber der musste noch rein – zurück in Washington State und endlich warmes Wetter!

Vor einem Jahr: Der April 2015 war und ist einer meiner Lieblingsmonate hier. Ich lebte in South Carolina, Connecticut und Washington, reiste, erlebte, verbrachte Zeit mit Freunden. Neben all dieser tollen Ereignisse und wunderschöner Erinnerungen, fiel mir in meinem Monatsfazit 2015 aber besonders dieser Satz auf: Ein ganz komisches Gefühl, schon so lange hier zu sein, aber auch noch so viel vor mir zu haben. Und so schnell kann es gehen. Jetzt habe ich als Au Pair nichts mehr wirklich vor mir, der Reisemonat steht an (auf den ich mich unheimlich freue), aber meine Tage hier sind gezählt. Und das ist ein noch viel komischeres Gefühl als vor einem Jahr.

Blick in die Zukunft: Diesen Blick habe ich gerade nicht. Ich fühle mich ein bisschen wie in einer Blase, meine Zukunft außerhalb ist rosig und organisiert. Und doch möchte ich nicht raus aus der Blase, meinem Leben, meiner Komfortzone. Doch ich weiß, dass die Zeit nicht stehen bleibt und so werde ich mich wohl früher oder später mit der Zerstörung meiner Blase und einem Blick in die Zukunft beschäftigen müssen.

Bis bald, Franzi

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