When in… Las Vegas, NV

Wie schon angekündigt, wird es heute schillernd, leuchtend, strahlend. Und dazu auch noch verrückt, übertrieben und überwältigend. Denn… wir sind in Las Vegas! Eine nur von Wüste umgebene Oase, eine kleine Welt von Ägypten über New York bis Venedig und ein Ort, an dem amerikanische Klischees und Tendenzen auf die Spitze getrieben und perfektioniert werden.

Konsum soweit das  Auge reicht – riesige Buffets, riesige Hotels, Angebote, Sales, teures Essen, teures WLAN und natürlich die Kasinos. Das Geld ausgeben könnte einem nicht leichter gemacht werden. Die Tatsache, dass alles RIESIG ist (viel größer als ich mir das vorgestellt hatte). Und natürlich das Künstliche, diese Scheinwelt, die aus dem Nichts hervorgebracht wird, das ultimative Ergebnis menschlicher Leistung. All das klingt unheimlich negativ und mit dem Abstand, den ich mittlerweile habe, ist es auch schwierig, diese kleine Welt nicht als negativ, übertrieben und künstlich zu sehen.

Las Vegas ist all das, was man sonst bei Reisen zu vermeiden versucht – es ist unecht, überfüllt, eine Scheinwelt. Und doch: vor Ort waren wir beeindruckt und fasziniert. Denn irgendwie ist es schon toll, jede Sekunde etwas Neues zu entdecken, von so vielen Eindrücken umgeben zu sein und diese zum Teil toll gemachten Illusionen zu erleben. Las Vegas ist einfach gleichzeitig die ultimative Unterhaltung und ultimative Reizüberflutung. Ich bereue nicht, dort gewesen zu sein, es ist ein Ort, der so viel von den USA zu verkörpern scheint und gleichzeitig so anders ist als jeder andere. Gerade deshalb finde ich Las Vegas sehenswert, im wahrsten Sinne des Wortes ein Erlebnis, aber nicht unbedingt eines, das ich jederzeit wiederholen wollte. Hier mal ein paar Eindrücke…

Der Strip und die verrücktesten Hotels

Venice
Kleines Venedig: das Venetian
Lion
Durch das swimmingpoolfarbene Wasser kann man auch in einer Gondel gleiten.
Pirate Ship and Frog
Unser Hotel: das Treasure Island

Front TI

Streetview

Fountain

Caesars Palace
Mit integrierter Mall war die Erfahrung im Caesar’s Palace für mich am extremsten.

Mall

Fountain (2)
Freiluftillusion mit Schäfchenwölkchen.

Cheesecake Factory

VS

Statue

Pyramid
Dass die Sphinx nicht echt wahr, konnte man auch schon meilenweit entfernt erkennen.

Luxor

Luxor Inside
So sieht es übrigens im Innern einer Pyramide aus.

Paris

New York
Durch New York fuhr noch eine nette, kleine Achterbahn.

New York Front

New York Sign
Von New York aus hat man auch einen schönen Blick auf Paris.

MGM

Excalibur Sign

wedding Chapel

Glass Flowers
Schönste Innenausstattung – das Bellagio

Bellagio Garden

Turtle

Von Fontänen und einem Vulkanausbruch

Weltberühmt sind ja die Wasserfontänen vor dem Bellagio, die in regelmäßigen Abständen das Sprutzen und Sprudeln anfangen. Besonders im Dunkeln sieht das einfach nur toll aus und da es immer wieder neue Lieder gibt, wird es auch nicht langweilig, sich das tanzende Wasser auch ein zweites, drittes, viertes,… Mal anzuschauen.

Fountains by Night

Fast noch besser als die Fontänen, gefiel mir das hier:

Mirage

Waterfall

Sieht noch etwas unspektakulär aus, verwandelt sich jedoch bei Anbruch der Dunkelheit in diesen coolen Vulkan:

Volcano (2)

Volcano

Cirque du Soleil „O“: Das war definitiv eines meiner liebsten Erlebnisse! Eine Show, die mich eintauchen ließ in eine verbotene Welt, die den Bezug zur Realität verschwinden ließ, einerseits dunkel und gefährlich war, aber auch wunderschön und poetisch. Jede Minute brachte neue Entdeckungen, waren sie Illusion oder Wirklichkeit? Ist dort Wasser oder nicht? Stürzt sie oder springt sie? Ein Fest des Paradoxen, mit Tauchern, die auf dem Trockenen schwimmen, Schirmen, die im strömenden Regen neben den Körper gehalten wurden, das müde Haupt mit dem Hammer aufs weiche Kissen schlagen. Die Charaktere – traurige Clowns, Nixen und Prinzessinnen, namenlose aber wagemutige Gestalten – kämpfen gegen die Elemente, beherrschen sie oder verschmelzen mit ihnen. Männer stehen in Flammen, Artisten fliegen schwerelos durch die Lüfte, Schwimmer verschwinden im Wasser und tauchen plötzlich wieder auf. „Overflow your senses“ ist das Motto der Show und das trifft es genau. Eindrücke, Kunst, Talent und Kreativität fließen tatsächlich über. Immer neu, immer mehr, immer weiter. Viel zu viel, um es erfassen zu können. Und doch wird man immer weiter eingesogen von der Magie, bis nur noch der Sturz oder Sprung ins Wasser bleibt. Ins Ungewisse.

Cirque du Soleil

Stratosphere Tower: Wer diesen Blog schon ein bisschen liest, kennt wohl meine Liebe zu Aussichtspunkten jeder Art und der Stratosphere Tower ist da definitiv ein ganz toller. Es ist auch unheimlich faszinierend zu sehen, wie die Stadtgrenze erreicht ist und tatsächlich nur noch Wüste kommt. Außerdem finden sich „dort oben“ einige Rides zum Beispiel den Big Shot, eine Art Freefall Tower. Etwas Überwindung hat der definitiv gekostet und ging natürlich viel zu schnell vorbei, aber der Nervenkitzel macht auch unheimlich Spaß!

Stratosphere View

Strip View

Enttäuschung – die Casinos: Wie die Bilder hoffentlich rüberbringen, ist die Sauberkeit und Perfektion in Las Vegas makellos. Alles wirkt neu, frisch und poliert. Eine kleine, perfekte Welt eben. Und dann betritt man die Kasinos und sie sind – langweilig. Keine eleganten Salons, keine Roulette Tische, an denen man im Smoking oder Abendkleidern seine Einsätze macht. Stattdessen flimmernde Automaten soweit das Auge reicht und mehr oder weniger süchtige Spieler davor. Enttäuschend!

Casino

Mein Fazit zu Las Vegas ist also etwas gemischt. Gesehen haben sollte man es meiner Meinung nach auf jeden Fall, es ist eine tolle Erfahrung, aber für mich kein „typisches“ Reiseziel, an das es mich immer wieder zurückziehen würde. An das nächste Ziel aber auf jeden Fall, also seid gespannt. ;) Bis bald, Franzi

 

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2 Gedanken zu “When in… Las Vegas, NV

  1. Der Ort ist wirklich der Wahnsinn – im positiven und negativen Sinne. Wie viel Strom da wohl durchfließt jeden Tag… Aber auf der anderen Seite ist das auch einfach eine Attraktion, die man mal gesehen haben muss, oder? :)

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