Was mir das Verlängern gebracht hat…

Wenn ihr diesen Post lest, bin ich schon in meinem Reisemonat, ich schreibe ihn aber an meinem vorletzten Tag als Au Pair. Wo sind die fünf Monate, seit ich das letzte Mal in Deutschland war, hin? Einerseits ist seitdem unheimlich viel passiert, andererseits und gerade dadurch ist die Zeit auch verflogen. Jetzt, am Ende meiner Au Pair Zeit, am Ende meiner Verlängerung, ist es denke ich Zeit für ein kleines Resumé. War es das wert? Das Au Pair Jahr auf jeden Fall, aber auch die Verlängerung? Ich denke (für mich) ja und habe mal ein paar Punkte gesammelt, warum das so ist:

  • Freundschaft: Im Mai 2015 traf ich mich das erste Mal mit Lisa, einen Monat später mit Helena. Mein erstes Jahr war zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie vorbei, hätte ich nicht verlängert, wäre ich an neuen Freunden wohl kaum noch interessiert gewesen. So war ich das aber und habe dadurch meine beiden besten und liebsten Connecticut Freundinnen kennengelernt. New York Besuche, Philadelphia, Florida, Cape Cod, Salem, kiloweise Cheesecake, Nachogelüste, ein Babyeinhorn und noch so viele andere Erinnerungen verbinden uns mittlerweile, Besuche und Reunions werden schon geplant und die beiden nehmen einfach einen riesigen Teil meines Lebens und meines Herzens ein. Schon das machte es wert, die letzten neun Monate noch in den USA zu sein.

Collage Friends

  • Reisen: New Orleans, Florida, Los Angeles, Cape Cod, Chicago, die Niagarafälle, Vermont, Atlanta,… Das sind nur einige der Tripps, die ich in meiner Verlängerung unternommen habe und die ich in einem Jahr niemals alle hätte sehen können. Dazu kommen zahlreiche weitere New York City Besuche, die ich nicht missen möchte und durch die ich mich in meiner Lieblingsstadt jetzt noch etwas mehr zuhause fühle.

Architecture

  • Zuhause: Apropos zuhause. So fühle ich mich nach knapp zwei Jahren auch noch mehr bei meiner Gastfamilie, in Connecticut und durch die drei Besuche in meiner Verlängerung, auch Washington State. Denn so sehr ich es liebe zu reisen, Neues zu entdecken, mich mit dem Unbekannten zu konfrontieren und meine Komfortzone zu verlassen, so sehr liebe ich es auch zuhause zu sein, mich wohl und aufgehoben zu fühlen, ohne Navi meinen Weg zu finden (und das braucht bei mir schon ganz schön Vertrautheit!). Und daher ist es ein wunderschönes Gefühl, hier zuhause zu sein und eine Familie zu haben, zu denen ich immer wieder nachhause kommen kann.

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  • Gemeinsam wachsen: Das gehört auch mit dem Leben bei meiner Gastfamilie zusammen und zwar dem wichtigsten Teil – den Kindern. Als ich bei ihnen ankam waren die beiden Kleinen vier, die Große sechs. Jetzt sind die Kleinen 6 und sie 8. Zwei Jahre, die – wie meine Hostmum richtig feststellte – einen drittel im Leben der Zwillinge und ein Viertel im Leben ihrer Schwester ausmachten. Jahre, in denen ich sie und sie mich entscheidend geprägt und beeinflusst haben. In denen ich mit ihnen mehr Zeit als sonst irgendjemandem verbracht habe, in denen sie zum Dreh- und Angelpunkt meines Au Pair Lebens wurden, zum Hauptinhalt meiner Gedanken und Gespräche. In zwei Jahren kann viel passieren und besonders bei Kindern stimmt das. Ich bin unheimlich dankbar, dass ich ihnen lesen, schreiben, Mathe, deutsch, aber auch danke und hallo sagen, (mit)beibringen durfte. Dass wir gemeinsam neue Hobbies und Aktivitäten ausprobieren konnten, neue Orte entdeckt haben und so weiter. Diese drei Kinder werden für immer einen riesigen und ganz besonderen Platz in meinem Herz und meinem Leben haben.

Flug nach Seattle

  • Welcome to the Wadsworth: Wohl eine der besten Entscheidungen, die ich in meiner Verlängerung getroffen habe, war meine Volunteering „Arbeit“ im Wasdsworth Atheneum, einem Kunstmuseum in Hartford, CT. Die Arbeit am Front Desk, der Kontakt mit den Besuchern und vorallem meinen Kollegen, alles, was ich dort über Kunst und das Leben gelernt habe, haben mir ganz viel Inspiration gegeben und Spaß bereitet. Stellvertretend steht das auch allgemein für die Zeit, in der die Kinder in der Schule waren und die ich für mich genutzt habe, um mich weiterzuentwickeln, Inspiration zu sammeln, neues zu lernen.
Quelle: hyperallergic.com
  • Chance nutzen: Das mag für einige ein bisschen albern klingen, war für mich aber nicht unerheblich: Man hat die Möglichkeit, zu verlängern. Wäre die maximale Dauer des Au Pair Aufenthalts ein Jahr, wäre ich damit wohl auch mehr oder weniger zufrieden gewesen. Ist sie aber nicht. Denn da ist immer diese Stimme im Hinterkopf, die sagt: „Du musst noch nicht gehen. Das hier muss noch nicht vorbei sein.“ Und wie könnte man die ignorieren, wenn man an einem Ort, in einer Situation so glücklich ist?

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  • Fertig sein: Das hängt auch  mit dem vorherigen Punkt zusammen. Ich war einfach noch nicht fertig im letzten Sommer. Als ich auf Facebook die ersten Reisemonatsbilder der Mädels sah, die mit mir ausgereist waren, hatte ich nur einen Gedanken: „Gut, dass ich noch nicht gehen muss.“ Denn ich war dem Au Pair Dasein noch lange nicht müde, hatte noch so viel vor, war so glücklich im Moment. Neun Monate später bin ich hier immer noch glücklich, aber definitiv auch bereit für Neues und „fertig“ mit der Flexibilität, eingeschränkten Privatsphäre und den Aufgaben, die mit der Au Pair Sein einhergehen.

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  • Everything happens for a reason: Das ist ein bisschen in die Zukunft gesprochen, aber bisher habe ich schon ganz viele tolle und aufregende Pläne für die Zeit zurück in Deutschland. Reisen, Praktikum, Wohnung, Studienpläne, die vor einem Jahr so noch nicht möglich gewesen wären. Ich möchte nicht zu vorschnell optimistisch sein, aber es scheint zu laufen. Die neun Monate waren für mich die perfekte Extrazeit in den USA, gaben mir Inspiration und neue Ideen für die Zukunft. Und die steht jetzt vor der Tür, voller Versprechungen und bereit, gelebt zu werden.
Quelle: getyourguide.com

Bis bald, Franzi

Einundzwanzigmonatsfazit

Der Titel dieses Posts ist definitiv zu lang und damit vielleicht ein Zeichen, dass meine Au Pair Zeit vorbei ist/ sein sollte. Noch kann ich es nicht so ganz glauben, dass dies meine letzte Woche in diesem Leben, der Mai der (erstmal) letzte Monat in den USA ist. Wie es mit dem Monatsfazit weitergeht, weiß ich noch nicht genau, in dieser Form wird es allerdings das letzte sein. Und da passt es wohl auch, dass es voller Abschiede und letzter Male ist…

Mit meiner Gastfamilie: … haben wir das Haus in South Carolina ausgeräumt und zusammen gepackt – ich hasse Umzüge!

… den Geburtstag meiner Hostmum gefeiert.

… und den der Zwillinge.

… und am ersten Mai auch noch den meines Hostdads.

… bin ich ein letztes Mal von South Carolina nach Connecticut gefahren.

… und ebenfalls ein letztes Mal von Connecticut nach Seattle geflogen.

… habe ich mit den Kids jedes bisschen Frühlingssonne aufgesogen.

… hatten wir während der Springbreak einige Playdates.

… Spielplatztage.

… und Museumsbesuche.

… hatten die Zwillinge ihre Geburtstagsfeier – inklusive Kuchendekorationsmarathon.

… haben die Mädels die Kostüme für ihre Ballettaufführung bekommen – so süß!!

… haben wir neue Lieblingsorte im wunderschönen Washington State entdeckt.

Mit Freunden: … habe ich eine Einhornpinata getötet – hat mehr Spaß gemacht als man so denkt!

… war ich endlich im Mark Twain House in Hartford.

… aßen wir bei Winterwetter Smores in einem Restaurant.

… war ich (erstmal) zum letzten Mal in New York City. Ich vermisse es jetzt schon!

… waren wir im Kino in „The Boss“ und „The Huntsman“ – beide nicht schlecht, aber auch sehr vorhersehbar.

… haben wir in einem Studio Tassen bemalt und uns zur Belohnung noch Cheesecake gegönnt.

… verbrachte ich ein wunderschönes und chaotisches Wochenende auf Cape Cod.

… „arbeitete“ ich noch mal alle meine liebsten Restaurants in den USA ab. Und das sind so einige!

… hüpften wir durch ein Clustermeeting im Trampolinpark.

… hatte ich im „East Side Restaurant“ eine gute Zusammenfassung, wie sich Amerikaner Deutschland vorstellen.

… waren wir auf einem Daffodil Festival ohne Daffodils, aber mit viel Essen.

… sah ich das geniale Musical „Matilda“ in Hartford.

… bekam ich die süßesten Abschiedsgeschenke und eine starkbleibend tränenlose Verabschiedung am Flughafen.

Allein: … habe ich die letzten Male in meinem Lieblingsmuseum genossen.

… und die letzten Male im Gym nicht ganz so sehr…

… habe ich viel zu wenig geschrieben.

… aber trotzdem an meiner „journalistischen Karriere“ gearbeitet.

… musste ich das Leben, das ich die letzten zwei Jahre gelebt habe, in zwei Koffer und einen (überquellenden) Rucksack packen.

… war der Monat sehr abschiedsgeprägt und damit ein einziges Gefühlschaos.

Stimmung: Wie schon gesagt: Abschied und damit einhergehende Melancholie haben diesen Monat geprägt. Einerseits habe ich unheimlich viel erlebt, Spaß gehabt, die Zeit mit meinen Freunden und meiner Gastfamilie genossen. Andererseits hatte alles den „letztes Mal“ Beigeschmack. Und das ist kein guter… Inzwischen habe ich so viel darüber gesprochen, dass ich bald gehe, so viel über das Ende meiner Au Pair Zeit erklärt, dass ich es eigentlich nur noch hinter mich bringen möchte. Nein, ich möchte nicht gehen, würde die Kinder am liebsten in meinen Koffer packen und vermisse meine Mädels in Connecticut jetzt schon schrecklich. Aber das Herauszögern, dem Ende entgegen sehen, wirkt gerade noch schlimmer als der Abschied selbst. Also: wie ein Pflaster, Augen zu und abreißen.

Monat in Bildern:

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Der schlimmste Tag des Monats gleich Anfang April: Schnee in Connecticut. 
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Nach knapp zwei Jahren in Hartford endlich im Mark Twain House gewesen!
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Sieht frühlingshaft aus, war aber sehr kalt – ein Sonntag in NY.
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Für ein bisschen Brooklyn Liebe kurz die Winterjacke ausgezogen.
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Meine Lieblingsbrücke vom One World Observatory aus.
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Blick auf Midtown.
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Ein Wochenende später auf Cape Cod.
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Süße Häuser, Galerien und Läden in Provincetown.
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Ganz spontanes Strandfoto.
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Leuchtturmliebe!!
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Wenn das Auto funktioniert, können Roadtrips so schön sein!
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Der letzte Cape Cod Sonnenuntergang – I’ll be back!
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Zwar schon der erste Mai, aber der musste noch rein – zurück in Washington State und endlich warmes Wetter!

Vor einem Jahr: Der April 2015 war und ist einer meiner Lieblingsmonate hier. Ich lebte in South Carolina, Connecticut und Washington, reiste, erlebte, verbrachte Zeit mit Freunden. Neben all dieser tollen Ereignisse und wunderschöner Erinnerungen, fiel mir in meinem Monatsfazit 2015 aber besonders dieser Satz auf: Ein ganz komisches Gefühl, schon so lange hier zu sein, aber auch noch so viel vor mir zu haben. Und so schnell kann es gehen. Jetzt habe ich als Au Pair nichts mehr wirklich vor mir, der Reisemonat steht an (auf den ich mich unheimlich freue), aber meine Tage hier sind gezählt. Und das ist ein noch viel komischeres Gefühl als vor einem Jahr.

Blick in die Zukunft: Diesen Blick habe ich gerade nicht. Ich fühle mich ein bisschen wie in einer Blase, meine Zukunft außerhalb ist rosig und organisiert. Und doch möchte ich nicht raus aus der Blase, meinem Leben, meiner Komfortzone. Doch ich weiß, dass die Zeit nicht stehen bleibt und so werde ich mich wohl früher oder später mit der Zerstörung meiner Blase und einem Blick in die Zukunft beschäftigen müssen.

Bis bald, Franzi

Vom Abschied nehmen…

„Bye Room“, flüstert Jack im gleichnamigen Film. „Bye House“, dachte ich am Sonntagmorgen, als ich das letzte Mal das Haus meiner Gastfamilie in South Carolina sah. „Say bye to Room, Mom“, sagt der Kleine wenige Minuten später. Und so auch meine Hostmum während der Fahrt durch die noch schlafende Stadt: „Say bye to Spartanburg, Kids.“ Und auch wenn South Carolina für mich weder ein Gefängnis noch ein Ort von Misshandlung und Folter war, sind die Gefühle in Film und Realität doch ähnlich.

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Da ist einerseits die Erleichterung zu gehen. Das Haus ist fast leer, die Kisten und Koffer sind gepackt. Die Woche war anstrengend und ermüdend. Vor mir liegt ein Monat in Connecticut, Wiedersehen mit meinen Freunden, ein paar kleine Reisen, etwas Entspannung und vor allem das stärkste Heimatgefühl in den USA. Und doch sind diese Abschiedsmomente keine glücklichen. Viel eher sind unsere Bye’s gedämpft und melancholisch, denn das hier ist eben auch (eine) Heimat.

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Hier wurde nicht nur gearbeitet und Kisten gepackt, sondern auch gespielt, Sonne getankt, Freundschaften geschlossen,  das beste Eis geschleckt und die leckersten Summer Rolls gegessen. Hier bin ich nach Reisen „nach Hause“ gekommen, konnte mich (zumindest ab und zu) entspannen, habe meine letzten beiden Geburtstage und die der Kids gefeiert. In diesem Haus fand ein großer Teil meines Lebens der letzten zwei Jahre statt. Dieser Teil ist jetzt vorbei, die Kisten gepackt, das Haus fast leer, anonym, unpersönlich. So sehr ich mich auf die Zukunft, das Kommende und Neue freue, so wenig fühle ich mich bereit für den Abschied und das Zurücklassen, die damit einhergehen.

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Jetzt bin ich seit einer knappen Woche wieder in Connecticut und realisiere erst so nach und nach, was mit diesem Abschied alles zu einem Ende gekommen ist. Die kurzen Gespräche mit den immer fröhlichen Lehrern meiner Gastkinder. Besuche bei der besten Eisdiele. Der Geruch nach frisch gemähtem Gras und Frühling im Februar. Die Wlan Sessions im College. Mein „Studentenleben“ auf dem schönsten Campus. Das Ballett dort – meins so wie das der Kinder. Und vor allem die Menschen, ob Freunde, Bekannte oder Fremde, die diese Stadt zu einem Zuhause gemacht haben und mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert haben.

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South Carolina war von den Wohnorten meiner Gastfamilie definitiv nie mein Lieblingsort. Mentalität, Lebensumstände und auch so einiges andere machten es hier nicht immer einfach und besonders nach der anstrengenden letzten Woche fieberte ich der Abreise nahezu entgegen. Aber wie das so oft ist, kamen mit dem nahenden Ende auch all die schönen Erinnerungen hoch und so überkommt mich in regelmäßigen Wellen das Vermissen und die Erkenntnis: „Das ist jetzt schon vorbei, das endgültige Au Pair Ende kommt immer näher.“ Ein unwillkommener Gedanke, der aber in den letzten Tagen leider zu einem vertrauten Begleiter wurde. So wie der Abschied.

Bis bald, Franzi

Zwanzigmonatsfazit

Es muss ja wohl Schicksal sein, dass ich in meinem zwanzigsten Monat in den USA 20 wurde, oder? Zwanzig Monate, das heißt 1 Jahr und 8 Monate als Au Pair, das heißt noch knapp sechs Wochen übrig und noch etwa zwei Monate, bis ich wieder in Deutschland bin. Das heißt, dieses hier ist mein vorletztes Monatsfazit als Au Pair (ob ich die danach weiter mache, weiß ich noch nicht…). Zum Glück wird es ein mit sehr vielen Highlights gefülltes!

Mit meiner Gastfamilie: … hatten wir den Bruder meiner Hostmum mit seinem süßen Baby zu Besuch. Das hat mir allerdings auch gezeigt, wie unkompliziert „meine“ Kinder im Vergleich dazu schon sind. Und wie schön es ist, dass sie reden können!

… haben wir in den Schulen der Kids die Dr. Seuss Week zelebriert. Seine Bücher sind hier ein Muss für jedes Kind und daher gibt es zu seinem Geburtstag auch alles vom Grinch Green über den Fox in Socks bis zum Kid in the Hat Day.

… haben wir bei einer Movie Night die Minions geschaut – und die Kinder sind vor Lachen fast gestorben!

… haben wir auf dem Weg nach South Carolina die Familie meines Hostdads besucht. Wahrscheinlich das letzte Mal für mich.

… und hatten dabei die wohl chaotischste Fahrt aller Zeiten!

… habe ich mit den Kids Eier ausgeblasen, sie gefärbt und dekoriert.

… und einen Kuchen gebacken und dekoriert, denn

… wir haben auch meinen Geburtstag zusammen gefeiert!

Mit Freunden: … war ich mal wieder in der Cheesecake Factory. Wie werde ich sie vermissen!

… habe ich auch wieder einige Filme geschaut, allen voran Raum – so gut!!

… waren wir im wohl coolsten Möbelhaus/ Kletterhalle aller Zeiten.

… und hatten am selben Tag das verrückteste und leckerste Dessert mit Lavakuchen, Sahne, Eis, M&Ms, Gummiwürmer und noch einigem mehr. Auf einem Teller!

… haben wir einen Tagestrip zu einem Schloss in Connecticut gemacht und brasilianisch gegessen. Leider nicht sehr Vegetarier freundlich.

… hatte ich den letzten Kaffee mit einer Au Pair Freundin, deren Jahr jetzt vorbei ist. Ich hasse Abschiede!

… aß ich dank Regensturm das wohl nasseste Dinner seit langem!

… bekam ich ganz viele liebste Geburtstagsnachrichten. <3

… war ich mit einer meiner liebsten Freundinnen in Florida. Traumhaft!

Allein: … schrieb ich wieder ganz viel und motiviert.

… wurde wie immer einiges gepackt.

… ging ich wieder ein paar Schritte weiter Richtung Zukunftsplanung.

… fuhr ich einen Tag auf die Bahamas. Gibt schlechtere Orte, um allein zu sein!

… war ich letztes Wochenende zuhause – sehr ruhig und entspannt!

Stimmung: Der Früüühling  ist da! Und zum Teil fühlt er sich sogar schon wie Sommer an, gerade in South Carolina und Florida. Gemeinsam mit den Temperaturen stieg auch meine Stimmung, ich habe so viel Zeit wie möglich mit den Kiddos draußen verbracht, unter anderem auch bei unserem ersten Picknick des Jahres. Gleichzeitig kommt allerdings auch immer öfter etwas Melancholie auf, dass das alles hier bald vorbei ist. Ich freue mich unheimlich auf das, was die Zukunft bringen wird, kann mir aber auch noch nicht vorstellen, bald schon kein Au Pair mehr zu sein…

Monat in Bildern:

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Klettern in der Lagerhalle eines Möbelhauses!

 

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Da sind noch drei Lavakuchen drunter…

 

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Hat sich ein reicher Amerikaner mal ein Schloss gebaut…
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Ganz große Schleifenliebe hier im Moment!
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Der wohl hässlichste Geburtstagskuchen aller Zeiten – allerdings mit Liebe gemacht!
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Lebenstraum erfüllt.

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Und gleich noch einen!
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Heute noch in der Winkelgasse…
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Morgen schon am Miami Beach!
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Krokos gucken in den Everglades…
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… oder schlendern und schwitzen in Key West.

Neu entdeckt/erstes Mal:

  • In einem Möbelhaus geklettert.
  • Brasilianisch gegessen.
  • Ein wenig Spaß am Fußball spielen gehabt – mit meinen Gastkindern.
  • Kein Benzin mehr gehabt – nicht meine Schuld!
  • Eier ausgeblasen.
  • Florida, Fort Lauderdale, Bahamas, Disney World, Universal Studios, Miami, Everglades, Key West,…

Vor einem Jahr: Auch der März 2015 war von Urlaub geprägt, denn da reiste ich mit meiner Mama nach New York, Maine, Massachusetts und DC. Im Gegensatz zum Sommer in Florida, hatten wir letztes Jahr leider noch ziemliche Schneemassen, das tat unserer Zeit zusammen allerdings keinen Abbruch. Umso mehr freue ich mich, dass im Mai wieder Urlaub mit Mama ansteht! Beim Lesen meines Monatsfazits aus dem letzten Jahr, ist außerdem ganz schön viel von Heimweh die Rede. Dieses Jahr freue ich mich zwar schon wieder auf Deutschland, dadurch, dass es schon so bald ist, ist aber glücklicherweise das Heimweh nicht so schlimm. Wahrscheinlich, weil ich inzwischen auch schon an das Vermissen gewöhnt bin. Und sich das bald dann in die andere Richtung drehen wird.

Blick in die Zukunft: Eine Woche in South Carolina, vier in Connecticut und eine in Washington State. Dann ist mein Au Pair Leben vorbei und der Reisemonat steht an. Das ist schon ziemlich klar definiert, lässt sich fast an einer Hand abzählen und wird wahrscheinlich viel zu schnell rum gehen. In den nächsten Wochen möchte ich natürlich die Zeit mit den Kids noch so gut wie möglich nutzen und genießen, nochmal nach New York und Seattle, so viel wie möglich Zeit mit meinen Freunden hier verbringen und gaaanz viel in meinen Lieblingsrestaurants essen. Außerdem ist ein kleiner Roadtrip geplant und ein paar Orte auf meiner Bucketliste wollen auch noch besucht werden. Viel steht an, der April wird hoffentlich ein toller letzter Monat!

Bis bald, Franzi

 

Minimalismus – Kunst oder weg?

Minimalismus – ein Wort, mit dem ich mich vor etwa zwei Jahren noch so gar nicht identifizieren konnte und das inzwischen doch eine ziemlich große Rolle in meinem Leben spielt. Das wurde mir heute beim Aufräumen von Kindersachen – Lieblingsbeschäftigung am Montag nach einem freien Wochenende – mal wieder bewusst. Deshalb teile ich mal ein paar Gedanken dazu, was Minimalismus (inzwischen) für mich bedeutet und welchen „Kram“ ich trotzdem brauche.

Die Geschichte

„Hast du deinen Schreibtisch aufgeräumt?“ Eine sehr beliebte Frage meiner Eltern, die sich gefühlt durch meine ganze Kindheit  zog und immer mit einem leicht leidenden Tonfall einherging. Und von mir meist mit verdrehten Augen beantwortet wurde. Denn mein Schreibtisch war und ist das Zuhause von Kreativität, Gedanken, unterschiedlichster Projekte – und dementsprechend voll. Manche würden sagen zugemüllt. Bis ich mich allerdings dazu überwinden konnte, ein mit Liebe angefertigtes Teil einfach wegzuschmeißen, dauerte es so seine Zeit und bis dahin sammelte sich dann eben einiges an. Ähnliches ereignete sich je älter ich wurde auch mit Bücherregal, Kleiderschrank, Kommoden, Postkartensammlungen, Schminktisch, und, und, und… Dementsprechend erschreckend war auch die Vorstellung mit einem Koffer und Handgepäck für ein Jahr in die USA zu gehen und dort – quasi mit nichts – zu leben.

Momente statt Dingen

Knapp zwei Jahre später. Wieder steht mir großes Packen bevor. Denn der eine Koffer muss wieder zurück nach Deutschland, in ihm das Leben, das ich mir in den letzten Monaten mit fast nichts aufgebaut habe. Meine Gefühle dem Packen gegenüber könnten diesmal aber nicht unterschiedlicher sein. Das Motto: was nicht reinpasst, wird halt hiergelassen. Eine wichtige Rolle spielt dabei wohl die Tatsache, dass inzwischen das Packen zu meinem zweitliebsten Hobby wurde und ich mehr oder weniger ständig aus dem Koffer lebe. Ein T-Shirt vergessen? Na und? Da wird das eine, das man dabei hat, eben mehrmals angezogen und ein bisschen häufiger gewaschen. Der zweite Grund für meine minimalistische Packhaltung ist wohl die Tatsache, dass ich entgegen meiner Erwartungen im Land von Target und Outlets gar nicht so viel geshoppt habe. Mein Au Pair Gehalt findet sich in Flügen, Hostels, Restaurants, Fotodrucken, Scrapbookmaterial, Museen, Konzerttickets, Erlebnissen… In meinen Koffer werden daher als erstes Souvenirs, Kinderbilder, Karten, Scrap- und Tagebücher und andere Erinnerungen wandern. Und danach, wofür noch Platz ist. Denn darauf kommt es nicht an.

Brauchen wir überhaupt noch etwas?

Gerade genug Klamotten, um nicht zu erfrieren und das wars? Alles, das nicht mehr gebraucht wird, in die Tonne? Für so viel Minimalismus bin ich dann doch zu sentimental. Denn auch wenn es oberflächlich betrachtet nur Kram ist, hängt an vielem doch so viel mehr. Erinnerungen, Momente, Glück. Das Shirt aus dem letzten Urlaub, die Bilder meiner Gastkinder, Weihnachts- und Geburtstagskarten voller lieber Worte, die Schneekugel von einer meiner besten Freundinnen hier, mein Armband mit Anhängern zu den Staaten, in die ich gereist bin,… Sie alle sind so viel mehr als Dinge, Kram, Ballast. Denn sie machen mich aus, erinnern mich an Menschen und Erlebnisse, die mir unheimlich viel bedeuten. Und das bedeutet für mich auch Minimalismus: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Es muss nicht das zwanzigste H&M Shirt sein oder das fünfzehnte Paar Schuhe. Denn wenn es jeweils nur eins ist, wird dieses so viel wichtiger, wertvoller, durchdachter. Nicht austauschbar, sondern einzigartig und mit Erinnerungen verbunden.  Kein Kram, sondern ein Teil von mir und meinem Leben.

Das muss natürlich nicht für jeden funktionieren und ich kann absolut verstehen, dass man sich gerne mit schönen (unnötigen) Dingen umgibt, allerdings macht es (mich) glücklicher, mich bei diesen zu beschränken, wodurch sie einerseits wichtiger werden, andererseits mehr Geld und Energie für das bleibt, was mir wirklich wichtig ist. Und das sind inzwischen eben keine Klamotten oder Nagellacke mehr.

Bis bald (dann weniger minimalistisch mit Fotos), Franzi

Neunzehnmonatsfazit

Es ist März. Der Monat, in dem hoffentlich  kein Schnee mehr, dafür aber endlich der Frühling kommt. Der Monat, in dem ich Geburtstag habe und unglaublicherweise zwanzig werde. Der Monat,  in dem ich eine Woche Urlaub mit einer meiner liebsten Freundinnen verbringen werde. Der vorletzte ganze Monat als Au Pair. Ein Monat, auf den ich mich schon unendlich freue, vor dessen Ende ich mich aber auch etwas fürchte. Jetzt aber erst mal zurück in den Februar:

Mit meiner Gastfamilie:

…war ich für ein Wochenende in Atlanta, Georgia.

… habe ich ganz viel für den Geburtstag meines Gastkindes vorbereitet.

… habe ich ein paar Snowdays zuhause verbracht.

… und leider auch einige Krankheitstage.

… habe ich mal wieder viel gepackt.

… und ausgemistet.

… wurde Valentinstag mit vielen Herzen, pink und Geburtstagsparty zelebriert.

… hatte ich die bisher beste und entspannteste Rückfahrt nach Connecticut.

… war ich bei einem Girl Scouts Tag inklusive falschem Feueralarm.

Mit Freunden: … war ich dreimal im Kino – und fand alle Filme gut!

… habe ich meinen letzten Au Pair Urlaub geplant – Vorfreude inklusive!

… hat mir ein kleiner Kaffeeklatsch die Woche mit gerettet.

… war ich viel in Connecticut essen.

… hatte ich einen wundertollen Tag in New York. Wahrscheinlich das vorletzte Mal!

… war ich nochmal Skifahren – und bin immer noch unverletzt.

… habe ich die Oscars geschaut – und Leos Sieg zelebriert!

Allein: … war ich eher wechselhaft, aber wenn dann motiviert, im Gym.

… bin ich mit meinem Collegekurs fertig geworden – yeah!

… habe ich viel geschrieben, wovon ihr auch noch einiges zu lesen bekommen werdet.

… habe ich mein erstes Scrapbook fast gefüllt.

… und auch schon ein zweites gekauft.

… war ich einen Tag in North Carolina hiken – wunderschön!

Stimmung: Definitiv wechselhaft. Zwar ging es mir besser als im Januar, ich hatte schon ein paar erste Frühlingsmomente und tolle Ausflüge nach Atlanta, North Carolina, New York und zum Skifahren. Ziemlich oft war ich aber auch ziemlich genervt, mal von scheiternden Plänen, mal von (kranken) Gastkindern und meistens einfach von mir selbst. Vorsatz für den März ist also definitiv positiver zu denken, mich nicht so schnell stressen oder runterziehen zu lassen und meine letzten Monate hier auch im Alltag zu genießen und voll auszukosten. Denn ich weiß schon jetzt, dass ich auch die kleinen Probleme und Unglücke in ein paar Monaten sehr vermissen werde!

Monat in Bildern:

Streetart

Jackson Street Bridge
Das letzte Januarwochenende verbrachte ich in Atlanta.
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Sieht schön aus, hat aber eher zu Stress geführt. 
Chimney Rock
Wunderschönes North Carolina!
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Alles Gute zum Valentins-Geburtstag!
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Zurück in Connecticut mit perfektem Sonnenuntergang.
New York City
Auch bewölkt die tollste Stadt!
Up close
Lady Liberty!
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Kommt der Frühling?

Neu entdeckt/erstes Mal:

  • In Atlanta gewesen und da vorallem die CNN Studios gesehen.
  • Statue of Liberty und Ellis Island besucht. Super!
  • Eine Valentins-Geburtstagsparty organisiert – zum Glück mit Erfolg!
  • Gesehen, wie Leonardo DiCaprio seinen ersten Oscar bekommt – mit dem Rest der (Social Media) Welt.
  • Irgendwie nicht so viel Neues, aber nächsten Monat hoffentlich mehr…

Vor einem Jahr: Der Februar 2015 war so im Rückblick ein echt guter Monat. Einziger Wehmutstropfen war der viele Schnee in Connecticut, dafür hatte ich aber den ganzen Monat unheimliche Vorfreude. Die wurde dann auch am 28. belohnt, denn ich sah endlich meine Mama in meiner Lieblingsstadt New York wieder. Außerdem entschied ich mich im Februar 2015 zu verlängern. Warum ich das ausgerechnet im schneereichsten Monat des Jahres machte, weiß ich auch nicht mehr so ganz, bin allerdings sehr froh, dass ich es getan habe.

Blick in die Zukunft: Meine erste spontane Reaktion auf das Wort Zukunft ist im Moment Freude! Florida, Geburtstag, Frühling, New York, Roadtrip, Seattle,Reisemonat, Mama, San Francisco, Las Vegas, Grand Canyon, Hawaii, Deutschland und meine Liebsten da, London, Berlin, Praktikum, Studium,… Ich habe viel vor und das meiste davon wird hoffentlich toll! Nachdem es im letzten Monat aber nur die Vorfreude war, gesellt sich inzwischen auch ein bisschen Traurigkeit hinzu. Denn schon jetzt weiß ich, wie schnell die letzten Au Pair Wochen rumgehen werden, wie schwer mir der Abschied von so vielem fallen wird und was und wen ich hier zurücklassen muss. Was mir dazu jeder sagt: „Genieße die letzte Zeit, so gut du kannst und freu dich auf das, was kommt.“ Stimmt natürlich und versuche ich auch. Ein bisschen traurig ist es trotzdem…

Bis bald, Franzi

Update – Mehr, noch mehr, am meisten…

Die letzte Woche in South Carolina war lang. Endlos. Ich kämpfte an verschiedenen Fronten, wollte und musste irgendwie alles gleichzeitig schaffen, fiel abends kaputt ins Bett und wachte morgens zu müde und unmotiviert auf. Trotzdem die Woche anstrengend und vollgepackt war, habe ich sie rumgekriegt und das sogar relativ erfolgreich. Deshalb schreibe ich heute mal darüber, was bei mir so los war und wie ich dabei nicht in Überforderung und Chaos versunken bin…

Sich Wappnen

Samstag, 6. Februar: Ich wusste, dass die Woche voll und anstrengend werden würde und genau deshalb habe ich versucht, die Ruhe vor dem Sturm so gut wie möglich zu genießen und Energie zu sammeln. Am Samstag ging es raus, ich fuhr nach North Carolina und ging wandern. Verbrachte den Tag nur mit mir und einem Hörbuch auf dem Handy, draußen, in wunderschöner Umgebung. Und fühlte mich am Abend zwar ausgepowert, aber gleichzeitig auch stärker und bereit für das Kommende.

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Schon Oma wusste, wie gut ein Spaziergang und frische Luft sind!

Planen

Montag, 8. Februar: Haus ausmisten, für Connecticut packen, Blogposts schreiben, Urlaub buchen, Geburtstag und Feier meines Hostkinds planen und vorbereiten… Viele Aufgaben, viele Ideen, Pläne… Struktur musste her! Ich machte also eine Liste, schrieb mir einen Plan, nahm mir für jeden Tag ein paar Aufgaben vor – vom Aussortieren übers Schreiben bis zum Essen machen. Alles hat seine Zeit und wenn man es erst mal schwarz auf weiß hat, ist es schon gar nicht mehr so überwältigend.

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Gut geplant ist halb geschafft, oder so…

Auszeit

Mittwoch, 10. Februar: Eigentlich hatte ich keine Zeit. Musste noch backen, die letzten Kisten packen, mehr schaffen… Und trotzdem nahm ich mir eine Stunde „frei“, setzte mich ins Auto und traf mich mit einer Freundin bei Starbucks. Nicht spektakulär, nicht zu zeitaufwendig und trotzdem fühlte ich mich danach wie ein neuer Mensch.  Ich war nicht länger allein mit zu viel zu tun, gleichzeitig hatte ich eine Stunde lang aber auch mal nicht über all meine Probleme und To Dos nachgedacht, mich auf Neues und Anderes eingelassen, fühlte mich viel motivierter als noch zuvor. Ein bisschen Abstand nahm dem Stress die Schärfe, rückte die kleinen Alltagsdramen wieder in Perspektive.

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Im Zweifelsfall helfen Kekse auch immer zum Stimmungsaufbau!

Flexibilität

Donnerstag, 11. Februar: Meine Hostparents, die Kinder, das Wetter, Freunde,… Es gibt vieles, das Pläne durcheinander bringt. Mein Wochenplan bekam immer mehr Ergänzungen, Durchstreichungen und Pfeile. Verwirrend und manchmal nervig, aber ich konnte ihn trotzdem durchziehen. Es klappte bei Weitem nicht alles so, wie ich das noch am Sonntag geplant hatte, aber es klappte. Und das ist letztendlich die Hauptsache.

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Nicht nur, aber auch der Schnee haben so einige meiner Pläne vereitelt…

Genießen

Freitag, 12. Februar und Sonntag, 14. Februar: Geburtstag und Party meines Hostkindes waren gekommen, die Geschenke verpackt, der Kuchen dekoriert, alles vorbereitet. Die Zimmer waren immer noch nicht ganz aussortiert, die Koffer noch nicht alle gepackt. Egal! Diese beiden Tage wollten wir Spaß haben, Geschenke auspacken, schlemmen, spielen, zusammen sein. Für die To Dos war auch am nächsten Tag noch Zeit und dafür arbeitet man schließlich auch so viel.

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Happy Birthday! <3

Durchhalten

Montag, 15. Februar: Eigentlich ja schon die neue Woche, allerdings waren wir durch Eisregen immer noch „stuck“ in South Carolina, die Kinder hatten keine Schule, das Haus war chaotisch, meine Hostparents und ich viel beschäftigt. Es schien kein Ende zu nehmen, seit drei Tagen war ich permanent mit den Kindern zusammen, am Dienstag stand noch ein weiterer für die Fahrt nach Connecticut bevor. Ich wollte nicht mehr. Einfach nur zurück ins Bett krabbeln, die Decke über den Kopf ziehen, nichts machen. Ging aber nicht und dafür war ich ja auch schon zu weit gekommen. Also? Zähne zusammenbeißen, nicht zu viel nachdenken, weitermachen. Und dann geht auch der längste Tag irgendwann rum.

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Wie gesagt war der Schnee nicht mein allerbester Freund…

Belohnen

Mittwoch, 17. Februar: Wir haben es geschafft, der Geburtstag wurde gebührend gefeiert, der Blog auf dem Laufenden gehalten, wir sind mit allem in Connecticut angekommen. Die Kids haben wieder Schule und ich endlich wieder mehr Zeit für mich. Und die nehme ich mir jetzt auch gnadenlos mit Freunden, im Gym, beim Lesen und am Wochenende in New York. Energie sammeln bis zur nächsten verrückten Woche!

Lighting up
Da weiß man wieder, warum man sich all das antut.

Bis bald, Franzi

 

Update – Silvester und das neue Jahr.

Der Januar ist der Monat des Jahres, den ich am wenigsten mag. Er scheint sich immer zu ziehen, ist meistens grau, kalt und wintrig, das Jahr scheint noch nicht richtig zu beginnen, man fühlt sich wie im Stand By, darauf wartend, wach zu werden, anzufangen, zu leben. Irgendwann (hoffentlich bald) möchte ich diesen Monat in einem sommerlich heißen Land verbringen, nur um zu testen, ob das diesen Doofmonat entdoofen könnte. Bis dahin versuche ich aber das Beste daraus zu machen und das klappte 2016 auch ganz gut. Hier ein paar meiner Lieblingstage im Januar in Connecticut.

Donnerstag, 31.12.2015: Ok, das war nicht im Januar, aber ich wollte auch kurz auf mein Silvester eingehen. Das habe ich letztes Jahr (fühlt sich noch komisch an), gejetlagged und ganz gemütlich zuhause bei meiner Gastfamilie verbracht. Die hatten eine kleine Party organisiert, mit vielen ihrer Freunde und meinen zwei liebsten Au Pair Freundinnen. Den ganzen Tag über räumten wir also auf, putzten, kochten und richteten alles her. Mir war zwar schon vorher bewusst, dass Silvester so ziemlich der einzige Feiertag ist, der in den USA nicht riesig gefeiert wird, aber als mir meine Hostmum mitteilte, dass die meisten Gäste in den vergangenen Jahren schon so gegen zehn nach Hause gingen und auch die Kinder noch nie bis Mitternacht aufgeblieben waren, war ich schon etwas schockiert. Warum feiert man denn Silvester, wenn man es nicht bis Mitternacht aushält?

Bleigießen

Mit viel essen, meinen Lieblingsmädels, Bleigießen, das ich frisch aus Deutschland importiert hatte und Anstoßen zum neuen Jahr, wurde es aber doch ein sehr schöner Abend. Und dann war auch schon 2016. Und Januar. Jetzt aber:

Freitag, 1.01.2016:  Im Gegensatz zum Rest des Januars liebe ich den Neujahrstag. Das lange Schlafen, die schläfrige Stimmung den ganzen Tag über, den Kopf voller Vorsätze, die aber an diesem Tag, an diesem neuen Anfang noch nicht umgesetzt werden müssen. Da ich dieses Jahr frei hatte und als Au Pair jeder freie Tag maximal ausgenutzt werden muss, fuhr ich mit den Mädels nach New Haven. An den Strand. Vielleicht nicht die logischste Idee, bei Minusgraden an den Strand zu gehen, aber ich liebe das Meer auch im Winter und steckte damit die anderen an. Es war eiskalt. Aber gut eiskalt. Frisch, klärend, neu. Und wunderschön bei Sonnenuntergang mit Blick auf Wellen und Leuchtturm, Freundinnen zur Seite, das neue Jahr einzuläuten.

Collage Beach

Samstag, 2.01.2016: Das war der Geburtstag einer meiner besten Freundinnen hier und nachdem der Morgen durch Gastfamilienstress für uns beide nicht optimal war (wobei ich meiner Gastfamilie an diesem Morgen meine Weihnachtsgeschenke gab, worüber sie sich sehr freuten und was dann doch ziemlich herzerwärmend war), waren wir wild entschlossen, aus dem Rest des Tages das allerbeste rauszuholen. Wieder ging es nach New Haven – diesmal zu Ikea. Schon als Kind bedeutete mein Ausruf „Da ist Ikea!“ bei der Heimfahrt aus dem Urlaub immer so viel wie: „Wir sind zuhause!“. Und so fühlte ich mich auch diesmal. Vertraute Möbel, Dekorationen und eine obligatorische Zimtschnecke. Wie Zuhause. Abends mussten wir dann natürlich zur Cheesecake Factory, wo wir immer noch das Ziel verfolgen, die Cheesecakes einmal alle zu probieren. Da wir mit diesem Ziel zu dritt sind, läuft es auch ziemlich gut. Das schönste des Tages war eigentlich sein Ende. Wir waren zusammen zur Cheesecake Factory gefahren und saßen noch bestimmt eine Stunde im Auto meiner Freundin auf dem Parkplatz und redeten. Über Gastfamilien, Reisen, Gott und die Welt. Das ist es, was ich an Freundschaften am meisten liebe. Endlos reden können, sich verstehen und verstanden fühlen. Und dadurch fühle ich mich hier noch mehr zuhause als bei Ikea.

Collage Friends

Samstag, 9.01.2016: Ich werde hier hauptsächlich über die Wochenenden schreiben, was nicht heißt, dass die Tage dazwischen nicht schön waren, aber es geht ja um Highlights, nicht um meinen Alltag (der mit den Kids auch ganz oft Highlights bereit hält, die sind aber eher persönlich). Am 9. Januar tat ich etwas, das ich seit bestimmt sechs Jahren nicht gemacht hatte und auch eigentlich nicht vorhatte, je wieder zu machen. Ski fahren. Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass die Schulskifreizeit für mich ein ziemliches Trauma war und ich deshalb absolut nichts fürs Skifahren übrig. Ich weiß auch gar nicht, woher die Motivation kam, es doch nochmal zu probieren, aber: Es hat sich gelohnt. Trotz meiner beschränkten Erfahrung, lief es viel besser als gedacht, wir hatten eine unheimlich nette und süße Lehrerin und es machte einfach Spaß. Die Zeit mit den Mädels und vorallem das Fahren. Zu mir selbst kommen, sich ganz frei fühlen. Schön! Gekrönt wurde der Abend durch Dinner bei Maggy McFly’s, einem meiner liebsten Restaurants hier. Auch wenn wir in dem Moment einfach nur todmüde waren!

Collage Skiing

Dienstag, 12.01.2016: Das war zwar unter der Woche, aber definitiv ein Highlight. Ich liebe Musicals und ich bin ein bisschen besessen von Cinderella (Lieblingskinderfilm, Lieblingsmärchen, Stück, das ich mit meiner Theatergruppe aufgeführt habe, Kostüm für den „Helden der Kindheit“-Tag in der Schule). Was könnte es also besseres geben als Cinderella als Musical?? Das wurde an diesem Tag als Teil einer Broadway Tour in Hartford gespielt und trotz Schnee, machten die Mädels und ich uns auf den Weg dahin. Und es war sooo schön. Märchenhaft, romantisch, tolle Kostüme und noch tollere Kostümwechsel, Ohrwürmer und mitreißende Choreografien. Magisch!

Mittwoch, 13.01.2016: Ups, schon wieder ein Wochentag. Da es am Abend vorher so geschneit hatte, überwand ich meinen Schneehass, packte mich und die Kinder dick ein und wir gingen für Schneemänner und Schneeballschlachten nach draußen. Auch wenn sie es nur knapp eine halbe Stunde aushielten, weil dann mein Kleiner weinte, dass ihm kalt war, war diese Zeit es so wert. Es geht nichts über das pure Glück, das Kinder bei solchen Kleinigkeiten fühlen können. Besonders nicht, wenn sie es mit dir teilen. Und die heiße Schokolade hinterher hat dann auch alle für die Kälte entschädigt.

Collage Snow

Freitag, 15.01.2016: Das war eine ganz schön höhegepunktete Woche. Generell mag ich Freitage, da ich an denen immer im Museum arbeite. Die Atmosphäre, die Kollegen, die Besucher sind einerseits im Vergleich zu meinem stets chaotischen Zuhause so ruhig, andererseits aber auch so inspirierend, anders und teils herausfordernd. Diesen „Job“ werde ich definitiv in Deutschland vermissen! Das eigentliche Highlight kam aber am Abend, denn mit meinem Hostdad und den Kindern ging es erst zu „Pepe’s“, der sehr bekannten und super leckeren Pizza in Connecticut und dann zu Disney on Ice. Eiskunstlauf, Disney-Charaktere und –Lieder. Was will man mehr? Zwar ganz anders als Cinderella, aber genauso magisch und voller Kindheitserinnerungen. Und die totale Begeisterung meiner Gastkinder hat es noch so viel besser gemacht!

Sonntag, 17.01.2016: Der letzte Tag in Connecticut. Morgens kam eine ganz liebe Freundin zum Frühstücken vorbei und erlöste mich für ein paar Stunden vom Packstress. Das zusammen Zuhause sitzen und essen, mag banal klingen, ist aber etwas, das ich so gut wie nie mit Freunden hier mache, da es ja immer noch in erster Linie das Zuhause meiner Gastfamilie ist. Umso schöner, wenn man mal nicht weggeht, nirgendwo hinfahren muss, nicht von Kellnern unterbrochen wird. Sondern einfach nur Zeit zusammen verbringt. Nachmittags stand dann ein neues „erstes Mal“ mit den Kids an: Alleine fuhr ich mit ihnen zum Flughafen in New York (etwa drei Stunden entfernt), um da meine Hostmum abzuholen und weiter nach Philly und am nächsten Tag South Carolina zu fahren. Unmittelbar vorher war ich schon ziemlich nervös, so lange alleine mit den Kindern zu fahren. Es war dunkel, es schneite, es war viel Verkehr. Und: alles ging gut, die Fahrt war echt angenehm, die Kinder gut drauf, wir hatten eine super witzige Toilettenpause und waren einfach ein gutes Team. Wunderschönes Gefühl! Genauso schön, wie kurz vor dem Einschlafen von meiner Hostmum gelobt zu werden, dass ich gut gefahren bin.

Bis bald, Franzi

 

Ein Liebesbrief

Es ist Valentinstag. Der Tag der Liebe, der Blumen, der Schokolade. Ein Tag für Gefühle und Kommerz gleichermaßen. Ein Tag, an dem in den USA Karten- und Geschenkezwang im Übermaß ausbricht. Ein Tag, der mir eigentlich egal sein müsste. Denn ich habe keinen Freund, bin Single. Bin nicht verliebt? Das stimmt dann doch nicht…

Denn ich liebe… meine Gastfamilie! Oft geschrieben, oft gesagt und doch die Wahrheit. Denn sie sind so viel mehr, als die Institution, durch die ich mich legal im Land aufhalte und bezahlt werde. Sie sind Menschen, die ihr Zuhause und Leben für mich geöffnet haben und es mit mir teilen. Menschen, die mir ihre Kinder anvertrauen. Menschen, die ich oft verfluche, über die ich mich mindestens einmal am Tag ärgere. Menschen, über die ich mich aber auch viel öfter freue, denen ich dankbar bin, die ich einfach nur umarmen oder knuddeln (zumindest im Fall meiner Gastkinder) will. Sie sind Menschen, die mir ihre Macken zeigen und meine akzeptieren. Menschen, mit denen man erwiesenermaßen lachen und auch weinen kann. Sie sind mein Zuhause seit anderthalb Jahren. Und das werden sie auch noch sein, wenn ich nicht mehr bei ihnen wohne.

Edisto Beach

Genau wie… meine Familie in Deutschland. Die Menschen, die schon seit Jahren meine Träume vom Weggehen, vom Weltentdecken aushalten. Und dazu noch kindliche Ausraster und pubertäre Streitereien. Die Menschen, die mich nicht immer verstehen, aber garantiert immer unterstützen. Egal wie weit ich gehe, egal wie weit ich weg bin, ich weiß, dass diese Verbindung nie reißt. Da wird immer dieser  undurchtrennliche Faden sein, der mich mit euch verbindet. Meine Wurzeln, mein Ursprung. Nur durch euch bin ich hier oder wo auch immer auf der Welt. Ich weiß, egal was schiefgeht, zu euch kann ich zurückkommen. Ihr wertet mich nicht an dem, was ich erreicht habe oder auch nicht. Ihr seid einfach unumstößlich für mich da, seht mich oft besser als ich mich selbst. Und liebt mich trotzdem/deswegen.

Wir beide

Aber so sehr ich meine Familie(n) auch liebe, hätte ich nur sie in meinem Leben wäre ich wohl trotzdem einsam, unausgeglichen und auch ein bisschen isoliert. Wer verbindet mich mit der Welt, wer gibt mir immer wieder neue Anstöße, neue Ideen? Wer gibt mir mal Mut, mal Widerspruch, mal einfach eine Umarmung? Natürlich, meine Freunde. Diese wunderbaren, bunten Menschen, die mich nicht dafür hassen, dass ich so unorganisiert im Nachrichten Beantworten bin. Die auch noch für mich da sind, wenn ich mal wieder ein paar Wochen mit meiner Gastfamilie „verschwunden“ bin. Die hinter die Fassade gucken, nicht nach ersten Eindrücken urteilen, sondern wirklich zu mir durchkommen. Freunde, die meine Träume zum Fliegen bringen und mich erden. Menschen, die ihre Komplexität, ihre Brüche und Facetten mit mir teilen und meine kennen lernen wollen. Die Familie, die ich mir selbst ausgesucht habe.

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Ich weiß, es geht schon ganz schön schnulzig zur Sache, aber es wird noch schlimmer. Denn es gibt noch jemanden/etwas, in den ich verliebt bin: diese Welt (ein kleiner Hippie in mir wirft gerade Blumen). Eine Welt, in der es Großstädte und architektonische Meisterwerke gibt, in der Menschen beweisen können, was sie alles schaffen können (auch wenn das leider sehr oft Zerstörung ist), die uns aber auch nie vergessen lässt, wie stark, mächtig und wunderschön sie selbst ist. Das Meer. Wälder. Gebirge. All die Naturschauspiele, die uns auf Instagram Fotos, in unseren Träumen, oft aber auch im Alltag begleiten. Ich habe das Gefühl, das Reisen hat mir für so viele dieser Wunder die Augen geöffnet. Für die Tatsache, dass jeder Ort schön und besonders sein kann. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel wir ihn betrachten. Aber dass wir überhaupt von so vielen komplett verschiedenen und atemberaubend schönen oder schrecklichen Plätzen umgeben sein dürfen, darin muss man doch eigentlich verliebt sein (zumindest Hippie-Franzi ist das).

Seattle

Ich hoffe, ihr habt ein ganz verliebtes Wochenende! Bis bald, Franzi (die jetzt noch ein paar Blumen verstreut)

Achtzehnmonatsfazit

Eineinhalb Jahre Au Pair in den USA. Unglaublich. Und was noch viel Unglaublicher ist, in drei Monaten ist dieses Abenteuer, dieses Leben, dieses Kapitel zu Ende. Diese drei Monate werde ich aber hoffentlich noch so richtig ausschöpfen! Gerade mache ich das mit meiner Gastfamilie in Atlanta…

Mit meiner Gastfamilie: … habe ich an Silvester das neue Jahr eingeläutet.

… habe ich beim Schneespielen mit den Kindern Schnee fast gemocht. Fast!

… war ich bei Disney on Ice. So schön!

… habe ich viel Kinderkram ausgemistet. Alles neu macht der Januar und so…

… war ich auf zwei Kindergeburtstagen – die sind hier in den USA irgendwie komisch. Oder ich bin dafür mittlerweile zu alt.

… bin ich allein mit den Kiddos nach New York zum Flughafen gefahren.

… und von da noch mit meiner Hostmum nach South Carolina.

… dabei haben wir eine Nacht in einem Hotel übernachtet – schwer zu sagen, ob die Kinder oder ich Hotels toller finden.

… habe ich mich in die Reihe der Kranken eingegliedert – worauf ich gerne verzichtet hätte.

… war ich an einem Snow Day „gefangen“. Umgeben von etwa zwei Zentimetern Schnee. Die spinnen, die Südstaatler!

… war ich beim Zahnarzt, was die Kinder ganz untypisch lieben.

Mit Freunden: …habe ich ebenfalls an Silvester das neue Jahr eingeläutet.

… hatte ich einen wunderschönen, aber auch verfrorenen Neujahrsspaziergang am Strand.

… war ich bei Ikea! Ja, wenn man in den USA lebt, ist das was Besonderes.

… war ich wie immer viel zu viel essen.

… mussten wir uns mal wieder von einem Au Pair verabschieden. Und bald werde ich das sein.

… war ich Skifahren.

… habe ich die Golden Globes geschaut und dadurch die Oscars Vorfreude gesteigert.

… war ich im Musical „Cinderella“ komplett verzaubert.

… habe ich ein bisschen Urlaubsplanung betrieben. Floridaaa…

… war ich bei einer deutschen „Movienight“. Matthias Schweighöfer war auch dabei.

… habe ich im „Schneechaos“ nur ein einziges geöffnetes Restaurant entdeckt. Und da dann auch zugeschlagen.

Allein: … habe ich mein letztes College Assignment abgeschickt. So ein Erfolgserlebnis.

… war ich endlich wieder motiviert im Gym.

… habe ich einen Tag krank im Bett verbracht.

… und den auch endlich mal wieder für ganz viel lesen genutzt.

… habe ich mich über meinen gescheiterten Trip nach Houston geärgert.

… und mich mit der Planung neuer Trips abgelenkt.

Stimmung: Es war Januar. Der langsamste und meiner Meinung nach meist unschönste Monat des Jahres. Weihnachten ist rum, der Winter macht es sich dafür erst so richtig gemütlich. Bis auf ein paar schneeliebende Momente, habe ich mich eigentlich nur über die Jahreszeit, die Kälte, den Gesamtzustand geärgert und mir den Frühling/Sommer/Herbst herbeigesehnt. Alles nur nicht Winter. Im Januar habe ich immer das Gefühl nichts würde passieren, alles noch stillstehen. Abwarten, was passiert. Wann geht das Jahr eigentlich richtig los? Und ehe man es sich versieht, ist man mitten drin. Ich freue mich jetzt erst mal, diesen blöden Monat hinter mich gebracht und noch das Beste aus ihm gemacht zu haben. Das Jahr kann ab jetzt nur besser werden!

Monat in Bildern: 

Bleigießen
Bleigießen an Silvester

With a View

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Neujahr am Strand

 

Freundschaft

Geburtstagscheesecake
Geburtstag mit Pinata und Cheesecake!

 

SkiselfieSo proud

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Nach dem „Schneesturm“
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Krank und eingeschneit bringt immerhin Lesezeit.

Neu entdeckt/erstes Mal:

  • Zwar nicht zum ersten Mal, aber definitiv neu entdeckt: Skifahren
  • Disney on Ice <3
  • Mit einer Freundin in den USA einfach nur gemütlich zuhause gefrühstückt. Denn wie Zuhause fühlt es sich tatsächlich immer mehr an.
  • Seit Beginn meiner Au Pair Zeit einen Tag nur im Bett verbracht. War trotz Krankheit ziemlich schön.
  • Wegen Wetter um eine Reise gekommen. Nicht so eine schöne Erfahrung.

Vor einem Jahr: Ging es mir seehr ähnlich wie auch dieses Jahr. Meine Januar-Stimmung war 2015 so ziemlich die gleiche, obwohl ich ganz gut unterwegs war, nämlich in Montreal und Philadelphia, Connecticut und South Carolina. Es ist witzig, jetzt auf meine Tiefphasen im Januar zurückzublicken. So oft war ich unzufrieden, wollte alles hinschmeißen, habe mich weggewünscht – um dann weniger als einen Monat später die Entscheidung zu treffen, zu verlängern!

Blick in die Zukunft: Da kommt tatsächlich einiges auf mich/euch zu. Gerade bin ich wie gesagt in Atlanta, ich möchte nochmal Ski fahren, so oft wie möglich nach New York, nach Cape Cod, werde meine Urlaubswoche in Florida verbringen und plane auch schon fleißig für den Reisemonat. Und meine Rückkehr nach Deutschland. Denn auch wenn das Jahr eher schleichend startete, ist das alles gar nicht mehr so lange hin und ich bin definitiv bereit und freue mich auf die nächsten Wochen und Monate!

Bis bald, Franzi