SoHo & Rooftop Lounge

Los ging mein freies Wochenende schon am Freitagabend mit dem Besuch von Britta, einem Au Pair, das hier ganz in der Nähe wohnt. Sie wurde sehr, sehr aufgekratzt und herzlich von meinen drei Kleinen begrüßt. Das hat sie etwas überrumpelt und sie war glaube ich auch ganz froh, als wir wieder gegangen sind. :D Als ich zu den Mäusen meinte: „See you on Monday“, haben sie das erstmal gar nicht so richtig verstanden und ich bekam nur flüchtige Byes. Als wir dann schon fast bei Adriana (noch einem anderen Au Pair) im Auto saßen, kamen sie aber nochmal auf die Veranda und wollten Kisses, Hugs und Cuddles. Da fing ich schon an sie zu vermissen, es ist echt heftig, wie ich diese Kinder schon liebe! Den Abend haben wir dann in der Cheesecake Factory verbracht und OHHHHH die Kuchen da sind einfach himmlisch und göttlich. Ich hatte natürlich einen mit Peanut Butter, mein Ziel ist es aber, mich durch so viel wie möglich durchzuprobieren.

Um etwa halb zwölf kamen wir dann nach Hause und schon um 4:15 am Samstag klingelte wieder der Wecker und wir machten uns ziemlich bematscht auf den Weg nach Hartford zur Megabushaltestelle. Da wir uns noch Essen für die Busfahrt kaufen wollten, waren wir super früh dran. Waren. Das Parkhaus, das uns Brittas Vorgängerin empfohlen hatte war nämlich um viertel nach 5 noch geschlossen. Und ungefähr alle anderen Parkhäuser in der Nähe ebenfalls. Wir stellten uns schon vor, wieder nach Hause zu kommen und nicht nach New York zu fahren, da wir unser Auto nirgends abstellen können. Das wäre extrem peinlich gewesen, schließlich fanden wir aber noch ein 24/7 Parkhaus, das sogar direkt neben der Bushaltestelle war.

Um 5:45 saßen wir dann glücklich im Bus und wachten um 8:10 auf der 7th Avenue in New York wieder auf. Fast eine dreiviertel Stunde früher als geplant und so gingen wir dann erstmal frühstücken. Bei Panera Bread, ganz individuell… Britta machte sich dann auf den Weg zu ihrer Freundin, die sie in New York besuchte, Franzi, die ich besuchte, konnte spontan doch erst ab 12, sodass ich drei Stunden totzuschlagen hatte. Sollte ja in New York kein Problem darstellen, allerdings… regnete es in Strömen. Ich wollte mich davon eigentlich nicht abhalten lassen und marschierte munter Richtung Times Square los. Hier kommen wir schon zu einer meiner Lieblingseigenschaften New Yorks: Die Straßen sind nummeriert!! Für Menschen mit nicht vorhandenem Orientierungssinn (wie mir) ein Traum.

Lieblingsstraße

Weitere Gedanken, die ich mir so über New York gemacht habe und mache: Es ist einfach so unheimlich viel los! Auch früh morgens im strömenden Regen kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Hochhäuser, die Menschenmassen, die Geschäfte, die Taxis, die Reklamen, ALLES. Ständig kommt man an etwas vorbei, das man aus Filmen oder woher auch immer kennt und es ist nicht nur eine Kulisse sondern einfach Teil des täglichen Lebens Millionen von Menschen mit den verschiedensten Hintergründen. Beispiele? Times Square, Rockefeller Center, Grand Central Station, Magnolia Bakery, Fifth Avenue, und und und… Apropos Menschen: Hier zeigen sich die krassesten Gegensätze New Yorks, denn die Stadt ist mit Sicherheit kein pinkfarbenes Wolkenglitzerschloss, dafür aber lebendig, echt. Und Leben heißt halt nicht nur schön. So schaute ich staunend in das Schaufenster einer noch geschlossenen teuren Boutique – und bemerkte dann den Obdachlosen, der in ihrem Eingang schlief. Oder ich schmunzelte über die offenen High Heels einer top gestylten Frau, die leider so gar nicht zum Wetter passten – und sah dann neben ihr eine andere Frau, die sich wahrscheinlich schlicht kein anderes Schuhwerk als ihre ausgelatschten Flip Flops leisten konnte. All diese Eindrücke schärfen aber auch die Sinne, denn ich habe mich quasi verpflichtet gefühlt ALLES um mich herum aufzusaugen. Dadurch kam es auch zu süßen Schicksalszufällen: Ich lief zum Beispiel an McDonalds vorbei und hörte von drinnen Elsa trällern: „Let it go, let it go, I am one with the wind and sky… the cold never bothered me anyway“ So sieht es aus! Einfach den Regen ignorieren. Und im darauffolgenden Eingang von Madame Tussauds kam dann noch die passende musikalische Begründung: „Because I’m happy…“

Broadway

Ich liebe diese Treppen. Irgendwie nur eine Wohnung bewohnt.Perfektes Regenoutfit

Rainy StreetTaxi, Taxi

Zukünftiger Arbeitsplatz...

30 Minuten später war ich dann komplett durchnässt und entschied mich doch für eine Indoorbeschäftigung: Und was für eine ich fand! Die Ausstellung Dance and Fashion des Fashion Institue of Technology. Kostenlos und ich verbrachte dort langsam trocknend die nächsten anderthalb Stunden, vollkommen versunken in die Betrachtung wundervoller Ballettkostüme, verstörender Videos und emotionaler Fotografien!! Da man in der Ausstellung nicht fotografieren durfte, dachte ich mir, ich gönne mir mal einen Katalog… Denkste! Verschiedenste unfreundliche Security Menschen schickten mich auf der Suche nach dem (wahrscheinlich geschlossenen) Buchladen des FIT. Der war letztendlich nicht geschlossen, hatte den Katalog aber nicht und die Mitarbeiter waren leider auch nicht qualifiziert genug, um mir sagen zu können, wo es den gibt. Hmpf, ich hab ihn online jetzt selbst gefunden, wer braucht schon andere Menschen? :D

Dance and Fashion 

Perfekte Regenbeschäftigung

Nach dieser kleinen Odyssee war es dann auch endlich Zeit Franzi und ihre Freundin Anna (waren beide mit mir bei den Orientations) an der Grand Central Station zu treffen. Ich war bis dahin wieder komplett durchnässt, aber wir machten dann auch erstmal was drinnen… Und zwar ein bisschen Gossip Girl spielen. :D Wir fuhren zur 5th Avenue und brunchten da in einer Rooftop Lounge mit Blick auf das Empire State Building… Ja… Das dachte ich auch. Tatsächlich kostete das riesige und deliziöse (delicious) All You Can Eat Buffet aber von 1 bis 4 nur 30 Dollar inklusive Portier in schicker Eingangshalle, flottem Lift in den zwanzigsten Stock und natürlich der Atmosphäre und sich ein bisschen reich und schön zu fühlen (wenn auch immer noch feucht…).

Empire State Building

Rooftop Lounge

Um Punkt vier Uhr kam dann die Sonne raus und wir ließen den Tag in SoHo mit rumlaufen und das Leben genießen ausklingen. :D Gegen sieben fuhren wir mit dem Zug nach Harrison, etwa dreißig Minuten von New York, wo Franzi lebt. Wir trafen noch kurz ein paar ihrer Freundinnen in einem FroYo Laden (wir waren aber noch zu satt um was zu essen :D) und fuhren dann zu ihr, wo wir Mean Girls schauten und ich um 11 ziemlich kaputt und endlich vollkommen trocken einschlief.

FlatironMehr SoHo

SoHo

Wedding

The City that never Sleeps...

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