Montreal, Kanada

Los ging der Trip am Nachmittag des 30. Dezembers. Von Hartford fuhr ich mit dem Bus nach Boston, um mich da mit Alina zu treffen und über Nacht nach Montreal zu fahren. Alina hatte kein Handy mehr, also haben wir ganz clever als Treffpunkt MacDonald’s ausgemacht. Da stand ich dann auch. 45 Minuten. Bis ich misstrauisch wurde, ob es nicht vielleicht noch einen anderen McDo gäbe… Etwa zur gleichen Zeit bekam ich dann einen Anruf von Alina (sie  hatte Menschen getroffen, die ihr ein Handy liehen) und wir fanden raus, dass sie sich im Bahnhofsteil der South Station aufhielt, ich dagegen im Busteil. Und natürlich gibt es in beiden einen MacDonald’s! Irgendwann haben wir uns dann also doch noch gefunden, was gegessen und auf den Bus gewartet. Die Fahrt war lang und nicht unbedingt schlafreich, obwohl ich eigentlich gut in Bussen schlafen kann. Ich glaube gegen  zwei oder drei Uhr nachts waren wir dann an der Grenze, mussten alles aus dem Bus rausholen, sogar unsere Koffer und wurden im Grenzhaus zu Sinn und Zweck unserer Reise sowie möglichen Schmugglerabsichten befragt. Als das alle hinter sich hatten, ging es wieder  mit allem zurück in den Bus und weiter gen Norden. Da  finde ich es ja super, in Europa zu reisen, wo man einfach über die Grenzen kommt, ohne es so richtig zu bemerken!

Gegen sieben waren wir dann in Montreal angekommen und schlappten voller Energie (nicht!) zu unserer airbnb Wohnung. Wir hatten da ein Zimmer gemietet, die Besitzerin der Wohnung war aber selten da und wenn dann in ihrem Zimmer sodass wir das superschöne und süße Appartement eigentlich für uns hatten. Ein Hoch auf Airbnb! Unsere Vermieterin hat uns dann auch gleich ein paar Tipps gegeben, wo man in der Nähe schön frühstücken gehen kann und genau das haben wir gemacht. Ganz französisch gab es Crêpes, ich glaube mit Schoko und Banane, bin mir aber gerade nicht mehr sicher. Ansonsten waren wir noch kurz unterwegs, um die Tickets für unsere Silvesterparty am Abend abzuholen und Essen zu kaufen. Den Rest des Tages haben wir drinnen verbracht, denn es war freeeezing!! Um 18 Uhr, also Mitternacht in Deutschland, habe ich mit Mama geskypt. Ein komisches Gefühl, dass Deutschland schon im neuen Jahr war, während wir noch sechs Stunden im alten hingen.

Zu der Silvesterparty: Die war nicht so super. Erstmal war es am Eingang ziemlich schlecht organisiert, wie und wo man reinkommt und auch drinnen war es sehr voll und die „open bars“ meist ziemlich leer, was die Getränkeauswahl anging. :/ Die Musik wechselte von richtig gut zu grottig. :D Und Mitternacht… Es gab einen kleinen Countdown, ein paar Luftballons fielen von der Decke und dann wurde ganz normal weitergefeiert… Da mag ich Mädelsabende oder große Feuerwerke doch lieber – nächstes Jahr dann wieder!  Es war aber auf jeden Fall schön mal wieder tanzen gehen zu können, mal wieder erwachsen zu sein. Uuund natürlich dürfen auch die coolen „Happy New Year“ Kronen, die wir am Eingang bekamen, nicht unerwähnt bleiben.

Happy New Year

Der erste Januar begann dann mit ausschlafen. Nach zwölf Uhr mittags erwachten wir, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal davor so lange geschlafen hatte!! An dem Tag schneite es auch ununterbrochen, wir machten uns todesmutig trotzdem auf den Weg in die Altstadt und zum Hafen, beides auch echt schön!

Willkommen in Frankreich

Rathaus im Schnee.

Süße Straßen.

Schöne Gebäude.

So schöne Wände!

Old Town

Ice Skating - zu kalt

Hab den Namen der Kirche vergessen...

Am nächsten Tag, also dem Freitag, war der Plan indoor. Zwar schneite es nicht mehr, aber kalt wars immer noch und Alina ein bisschen erkältet. Um zu unserer Indoor-Aktivität zu kommen – dem Musée des Beaux Arts – mussten wir leider erstmal 45 Minuten laufen… Na ja, dafür haben wir noch was von der Stadt gesehen. Das Museum war auch echt ganz cool, es gab freie und kostenpflichtige Ausstellungen, wir waren natürlich sparsam. Das Museum besteht aus vier oder fünf Gebäuden, die aber alle durch unterirdische Tunnel verbunden sind, sodass man nicht raus muss. Ziemlich clever und auf unterirdische Tunnel komme ich später nochmal zurück. Hier mal ein paar Bilder, meiner liebsten Ausstellungsstücke:

Musee des Beaux Arts. 

Teller mit Tablemanners.

So schönes Kleid.

Design Glas.

Außerdem haben wir dort noch einen ziemlich verstörenden künstlerisch-wertvollen Film mit Natalie Portman gesehen. Ich habe leider sowohl den Namen der Künstlerin als auch den des Films vergessen, etwas mit Mirrors??

Nach der Kultur ging es Pizza essen und dann wollten wir eigentlich noch auf den Mont Royal, einen Berg von dem man über die Stadt schauen kann. Aufgrund von Schnee, Kälte und Dunkelheit haben wir allerdings auf den kompletten Aufstieg verzichtet, man bekam auch so schon ein schönes Bild der Stadt! Auf die Abende gehe ich übrigens nicht besonders ein, die haben wir mit essen, quatschen und Netflix verbracht, was aber auch immer schön war!

Gebäudemischmasch 2.

Park.

Statue vor einer Uni.

Weihnachtsnachwehen.

Mont Royal.

Samstag schneite es wieder, also wieder nach drinnen! Wir liefen zum Place des Arts und von da ging es in die Réso, die Untergrundstadt Montreals. Eigentlich ist das wie eine Mall zwischen U-Bahn Tunneln, nicht spektakulär, aber schön. Alina war da noch auf der Suche nach Gastgeschenken für ihre neue Familie und als plötzlich alles geschlossen hatte (nachdem wir ziemlich lange im Food Court waren), haben wir Stunden im Supermarkt auf der Suche nach koscherer Schokolade verbacht. Und wurden irgendwann sogar fündig! :D

Nochmal Wall Art.

Place des Arts.

Untergrundstadt

Willkommen in Frankreich Part 2.

An dem Abend haben wir dann doch noch was Besonderes gemacht, am Hafen gab es nämlich eine Feuerwerksshow, die wir uns im Schnee angeschaut haben. Ich liiiiebe Feuerwerk und das hat bei mir auch wesentlich mehr Neujahrsgefühle ausgelöst als der 31. Dezember. Auf dem Rückweg sind wir noch kurz in eine Bar mit Nachos und Magaritas. Yummy!

Feuerwerk im Schnee

Feuerwerk 3

Feuerwerk 2

Feuerwerk!

Und dann war auch schon der Sonntag da und die Heimreise stand an. Diesmal sind wir den Tag über gefahren, es hat eeewig an der Grenze gedauert, sodass der Bus mit über einer Stunde Verspätung in Boston ankam. Was hieß, dass ich meinen Anschluss verpasste und noch zwei Stunden warten musste, bevor ich nach Hartford kam. An der South Station habe ich dann noch eine Freundin von den Orientations getroffen, die auch gerade aus Montreal zurück kam, sehr witzig! Mein Hostdad hat mich dann in Hartford an der Station abgeholt (ich hatte so ein schlechtes Gewissen, weil es so spät war!!) und damit war der Trip auch schon zuende.

Montreal war bisher nicht meine Lieblingsstadt, was wohl vor allem an der Kälte lag, im Sommer ist es bestimmt schöner. Trotzdem habe ich die Zeit mit Alina, das viele Schlafen und die komplette Unabhängigkeit sehr genossen, also trotzdem ein Erfolg!

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